Unzählige Triathlonwettkämpfe von der Sprintdistanz bis zum ironman haben sie bereits absolviert, weshalb die neue Mixtur des "SwimRun UrbanChallenge Ruhr" einen besonderen Reiz auf Sven Bergner, Anke Libuda, Till Schaefer und Silke Wienforth vom PV-Triathlon Witten, ausübte. Neben der Strecke über 12,5 km Laufen und 2,2 km Schwimmen stellten die äußeren Bedingungen mit 10 Grad Luft- und 14,5 Grad Wassertemperatur eine zusätzliche Herausforderung für die 200 Starter/innen dar. Das Besondere an dem SwimRun UrbanChallenge Ruhr im Vergleich zu einem Triathlon: der Wettkampf teilte sich in sechs Laufpassagen und fünf Schwimmabschnitte auf, bei dem die Teilnehmer im Wasser ihre Laufschuhe und über die Laufpassagen ihren Neoprenanzüge anbehalten. Der ständige Wechsel zwischen horizontaler und vertikaler Lage und die großen Temperaturunterschiede, wenn es heißt, nach einem Laufabschnitt voll aufgeheizt in das eisige Wasser einzutauchen, belasten den Kreislauf zudem außerordentlich.
Bergner Schaefer SwimRun Essen
Bergner Schaefer SwimRun Essen
Der Startschuss am 'SeaSideBeach' (der tatsächlich am Baldeneysee in Deutschland liegt) fiel um 8:45 Uhr. Immerhin schien die Sonne und zauberte eine herrliche Kulisse, die Teilnehmer und Zuschauer für den frühen kalten Start für einiges entschädigte. Nach einer 200 langen Startrunde führte die Wasserstrecke 500 m gegen die Strömung der Ruhr. Schnell bildete sich eine Führungsgruppe, in der PV mit Sven Bergner und Till Schaefer vertreten war. Auf der folgenden Laufstrecke über lange schmale, aber steile Singeltrails zeigte sich bereits, dass die beiden PV-Cracks gute Chancen haben, in der Teamwertung weit vorne zu landen.
Kurze Ernüchterung, als die beiden auf dem folgenden Schwimmabschnitt wieder eingeholt wurden. Die beiden Ruhrstädter legten sich aber ihre Strategie zurecht und beschlossen, beim letzten langen Luf über 5,8 km auf der Bergabpassage volles Risiko zu gehen, einen komfortablen Vorsprung herauszulaufen und diesen dann beim abschließenden Schwimmpart zu verteidigen. Die Strategie ging auf: mit einer Zeit von 1:39:24 Std. feierten Sven Bergner und Till Schaefer den Premierensieg. "Als Teamevent ist das Rennen noch spannender! Die anspruchsvolle Laufstrecke über die engen steilen Wege im Wechsel mit den Schwimmpassagen sind auch mal was anderes. Ich kann den Wettkampf echt nur empfehlen", gibt Till Schaefer seinen Eindruck wieder.
Für Anke Libuda und Silke Wienforth, beide ebenfalls sehr erfahrene Triathletinnen, lief es nicht so gut. Beide hatten im letzten Jahr in Rheinberg bereits ihre Premiere bei einem SwimRun. In Essen mussten beide aber eine Premiere der besonderen Art mit ihrem ersten "DNF" (did not finish) erleben. "Klassischer Materialfehler", brachte Silke Wienforth den Grund auf einen kurzen Nenner. Ihre körpereigene Wärmedämmung hatte für das kalte Baldeneyseewasser nicht ausgereicht und der drübergezogene Surf-Shorty nicht ausgereicht, um die Kälte lange abzuhalten. Die PVlerin musste schließlich den Wettkampf nach 2/3 des Weges am ganzen Körper zitternd beenden. Anke Libuda hätte das Rennen in ihrem Neoprenanzug fortsetzen können, stieg aber sofort ebenfalls aus und kümmerte sich um die weitere Versorgung ihrer Vereinskameradin. "Dabei hatte der Tag so sonnig schön angefangen. Aber das lassen wir nicht so stehen, ich hoffe, Anke und ich haben nächstes Jahr wieder eine Möglichkeit zur Revanche, dann aber mit dem richtigen SwimRun-Neo", schaut Silke Wienforth schon wieder nach vorne.
   

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10.12.2017 - 10:00 Uhr

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