
Große Läufe in den Niederlanden werden offensichtlich gerne von der Laufgruppe vom PV-Triathlon Witten ausgesucht: Steht seit sechs Jahren das Halbmarathon-Spektakel in Venlo fest im PV-Laufkalender, so bildete am vergangenen Wochenende der Marathon von Amsterdam das Ziel einer Reisebusladung voll mit fast 60 PVler/innen. "Ohne Holland fahren wir zu WM, aber dafür fahren wir nach Holland zum Laufen", brachte es Frank Köhler auf einen kurzen Nenner.
Natürlich nutzten die PVler/innen am Samstag die Zeit, um einerseits die Startunterlagen abzuholen, andererseits aber auch um die niederländische Hauptstadt kennenzulernen. Da durften eine eineinhalbstündige Grachtenrundfahrt und ein kleiner Stadtbummel nicht fehlen.
Lauftag war der Sonntag. Der Veranstalter hatte mit dem Marathon (18.500 Teilnehmer/innen), dem Halbmarathon (16.500) und einem Lauf über 8 km (7.000) drei Wettbewerbe im Programm, die insgesamt rund 42.000 Laufbegeisterte anlockten. Da wollte sich auch Petrus nicht lumpen lassen und ließ die Sonne kräftig vom Himmel scheinen. Der plötzliche Sommereinbruch musste natürlich auch von den Startern erstmal verkraftet werden, was sich später an den Laufzeiten zeigen sollte.
Bereits um 9 Uhr gingen die Marathonis im alten Olympiastadion an den Start - unter ihnen acht PVler. Schnell zeigte sich, dass der Amsterdam-Marathon von der Stimmung und der Strecke her bei weitem nicht an den Venloer Halbmarathon heranreichen sollte. Die Zuschauer standen über weite Passagen sehr 'übersichtlich' am Wegesrand und auch die berühmten holländischen Blaskapellen waren nicht zu finden. Leichte Enttäuschung bei den Wittenern auch hinsichtlich der Strecke, die kaum Sehenswürdigkeiten von Amsterdam einband. Zudem verengten immer wieder Absperrgitter die Straßenbreite und bremsten so indirekt die Laufgeschwindigkeit runter.

Volker Rödig hatte die Nase bei den PVlern vor und lief nach 42,195 km mit einer Zeit von 3:25:54 Std. im Olympiastadion über die Ziellinie. Im folgten nicht überraschend die Vielstarter Andreas Giersberg in 3:54:06 Std. und Uli Pfalz in 4:01:33 Std. Sven Knoop (Foto mit Andreas) finishte seinen ersten Marathon kurz hinter seinem Vereinskameraden in 4:01:46 Std. und auch Edmund Surwehme erreichte sieben Minuten später das Ziel in 4:08:08 Std. Mit Uwe Wiedersprecher schaffte ein weiterer Debütant die Marathondistanz und überquerte das Ziel in 4:55 Std. in der gleichen Minute wie Lauf-Mentor Peter Krawczyk. Kathrin Raback rundete das gute Abschneiden der PV-Marathonis in fast glatten 5 Stunden und 2 Sekunden ab.
Die Sonne stand hoch und warm am Himmel, als zwischen 13:20 Uhr und 14:00 Uhr die Halbmarathonis in Wellen auf die Strecke geschickt wurden. Carsten Bröckelmann musste zwar nach gerade überstandener Erkältung auf der zweiten Hälfte Tempo rausnehmen, finishte dennoch in guten 1:43:13 Std.
Unter zwei Stunden schafften es außer ihm nur noch Steffi Meckel und Aline Watson mit einer Zeit von 1:57:34 Std. Eine "2:02" zeigte die Endzeit für Frank Köhler, Matthias Dix, Björn Büdding, Christian Meckel, Sven Marks und Andreas Zinn. Drei Minuten später hatte es auch Antje Brammann in 2:05 Std. geschafft, gefolgt von Nicole Fahrenson (2:06), Anke Retzlik (2:12) und Reinhard Böhne-Hasenclever (2:14).
Eine "2:16" zeigte die Uhr an für Liane Hein, Christiane Hellmonds, Philipp Riederer, Ricarda Denner, Andrea Hasselberg, Barbara Kleist, Karin Gottwald und Thomas Hoeper. Die "2:18er-Gruppe" umfasste Yara Behrens, Ute Scholl und Jörg Pursche, gefolgt von den "2:22ern" Gerd Schattanik und Astrid Schmidt. Mit einer Zeit von 2:32 Std. liefen Simone Mosner (erster Halbmarathon) und Ute Achtelik über die Ziellinie, gefolgt von Heike Brasse, Heike Hasenclever, Christina Pätzold (erster Halbmarathon), Jola Lorenz und Mentorin Brigitte Meinshausen (alle 2:43). Sven Kreuger schließlich rundete das gute Abschneiden der PVler aus Witten bei seinem ersten Halbmarathon in 3:02 Std. ab.
Last but not leat liefen Sunita Saxena und Sohn Florian gemeinsam den 8 km-Lauf in 58:27 min. ins Ziel.

