Eine hervorragende Organisation des Veranstalters und ein monatelanges Vorbereitungsprogramm waren die Grundlagen für den Erfolg, hinzu kamen passendes Wetter und die Unterstützung durch Mitläufer,
insbesondere durch Anke Libuda, ebenfalls PV-Triathlon Witten: "Gleich die Möglichkeit, in der Nähe zu parken und somit immer Zugriff auf mitgebrachtes Equipment (Versorgung, Kleidung), Schlafgelegenheiten, ausreichend Verpflegung zu haben und eine Menge netter Leute zu treffen, waren ideal. Vor dem Start hatte ich noch ein wenig geschlafen, bis ich von starken Regenfällen geweckt wurde. Da war es - mein befürchtetes “worst case”-Szenario: mit Regen loslaufen. Zum Glück dauerte der Niederschlag nicht lange, beim Start war die Luft wieder trocken. Zudem traf ich Anke Libuda. Sie wollte am Freitag 24 km und am nächsten Tag 50 Kilometer laufen. Wir liefen gemeinsam los und die nächsten 2 – 3 Stunden tauschten wir uns über Gott und die Welt aus. Einen besseren Start hätte ich mir nicht wünschen können! Anke schaffte insgesamt 80 Kilometer in diesen 24 Stunden - Glückwunsch Anke!" Die Nacht und einsame Runden – eine Lehre für das nächste Mal
"Mit Anke war ich relativ schnell unterwegs gewesen. Um aber die Nacht sicher zu durchstehen, habe ich das Tempo ein wenig auf 6 min/km reduziert. Bis Kilometer 60 lief es sehr gut. Normalerweise trinke ich nie ein 'koffeinhaltiges dunkles Getränk', aber mein Körper verlangte danach. Das sollte ich in den darauffolgenden Runden bereuen - ich mußte sogar Gehpausen einlegen. Immerhin eine Erfahrung für die 100 km in Biehl. Genauso plötzlich, wie Schmerzen kamen, waren sie auch wieder weg. Ab dem Zeitpunkt war mir klar: Es sind nicht die Beine, die mich jetzt voranbringen, es ist der Kopf."
Die Sonne geht auf – 100 Kilometer erreicht
"Die vorhandene Müdigkeit verschwand, als der Tag anbrach - die Motivation stieg. Es sind “nur” mehr 10 Kilometer bis zum wichtigsten Ziel, der 100er Marke. Nach ca. 10 Stunden und 30 Minuten hatte ich es geschafft. Da stand plötzlich Anke putzmunter neben mir. Sie lief mit mir die Ehrenrunde mit dem 100-Kilometer-Fähnchen und ich genoss das alkoholfreie Weißbier. Jetzt erstmal frühstücken! In den nächsten Runden hat sich immer wieder mein linkes Knie gemeldet. Ich änderte mein Ziel, die 125 Kilometer sollten reichen, erhöhte nochmal auf 128 Kilometer, einem dreifachen Marathon.
Auch wenn die 150 Kilometer nicht ganz geklappt haben, ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und man muß ja auch noch Ziele für das nächste Mal haben. Besonderer Dank… …an meine Frau und Sohn, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus Witten angereist sind (3,5 Stunden) um ihren ausgelaugten Mann/Vater von Oberhausen abzuholen."
