Anke Libuda nach 72,7 Rennsteig-Kilometer im Ziel

"Was für ein Lauf. Über 2000 Teilnehmer auf der 72,7 km Strecke, echter Wahnsinn", Anke Libuda (PV-Triathlon Witten) berichtet begeistert vom berühmten Rennsteiglauf: "Ich hatte mir das verrückte Ziel gesetzt, die Strecke von 72,7 km unter 8 Stunden zu schaffen. 600 Meter nach dem Start auf dem Marktplatz in Eisenach (210 m über Null) begann aber gleich der erste steile Anstieg, und da ich noch nicht aufgewärmt war, bin ich mit meinem Lautreffkollegen Klaus erstmal stramm gegangen. Auf den flacheren Stücken haben wir dann Gas gegeben und uns um die langsameren Läufer herum nach vorn gearbeitet. Nach einem Viertel der Strecke waren wir bei knapp 2 Stunden durch und damit noch im Plan. Der Anstieg war aber erst nach 25 Kilometern zu Ende und es wurde noch mal richtig steil, bevor wir schließlich mit dem Hohen Inselsberg auf 916 Meter über Null den ersten Kackpunkt überwunden hatten. Hier konnten wir wieder Gas geben und zur Hälfte der Strecke waren wir auch bei genau 4 Stunden.

An dieser Stelle verabschiedete ich mich von Klaus Dahlbeck (BSG Springorum Bochum)Anke und Klaus, da ich mich gut fühlte und noch ein bisschen zulegen wollte. Es ging im steten Wechsel auf und ab und bei Kilometer 62,8 erreichten wir mit der „Plänckners Aussicht“ auf 973 Metern den höchsten Punkt der Strecke. Von da an ging es fast nur noch bergab bis zum 711 Meter hoch gelegenen Zielort Schmiedefeld. Ich hatte noch Kraft, das Tempo hochzuhalten. Die letzen 200 Meter laufen die Teilnehmer durch ein unglaubliches Spalier von Zuschauern und alle Schmerzen sind vergessen." Anke Libuda war nach 7:51:03 Stunden - überglücklich - als 39. der Gesamtwertung und 7. der W30 ins Ziel „getragen“ worden. Das begeisterte Fazit: "Ein Superlauf. Toll organisiert, super nette Mitläufer und eine unglaubliche After-Run Party. Es war bestimmt nicht meine letzte Teilnahme!"