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Till Schäfer finisht auch ironman Hamburg - Hawaii-Ticket soll 2018 gelöst werden

Ironman-Premiere für die Stadt Hamburg: Nach einem verregneten Samstag zeigte sich die Hansestadt am Sonntagmorgen um 6:50 Uhr von seiner schönsten Seite. Till Schaefer, Athlet vom PV-Triathlon Witten, hatte sich nur fünf Wochen nach seinem ironman in Frankfurt erneut in der Hansestadt in das Abenteuer „Quali-Hawaii“ gestürzt .

Der PVler ging beim Schwimmstart am Jungfernstieg ins Wasser und fand gleich ein gutes Tempo. Hinzu kam die Euphorie, durch die bekannte Binnen- und Außenalster schwimmen zu dürfen. Nicht ganz so gut wie geplant sah die erzielte Schwimmzeit nach 3,8 km aus: mit 56:14 min. lag Till Schaefer aber auf Platz 7 in der Altersklasse 30 – 34 und damit immer noch in Schlagweite zu den sechs Quali-Plätzen für den Traum fast aller Triathleten: einmal beim ironman Hawaii an den Start gehen zu dürfen.

Schaefer Till ironman HH 2Einbruch kam auf der Radstrecke

Erstaunlich weit der Fußweg von der Schwimmstrecke mit Ausstieg am Rathausplatz zur Wechselzone am Ballindamm, in der die Rennräder und eine Strecke von 180 km auf die Triathleten warteten. Zu der langen Strecke kamen noch anfangs kräftezehrender permanenter Gegenwind und lange, stetige Anstiege. Die Belohnung folgte auf dem Rückweg, der nunmehr ein flottes Tempo zuließ. Till Schaefer arbeitete sich in Höhe der 120 km-Marke auf Platz 6 vor. Plötzlich war mit von jetzt auf gleich ‚die Luft raus‘ - Till Schaefer wurde langsamer und am Ende stand eine für ihn enttäuschende Zeit von 5:05:36 Std. für 182 Rad-Kilometer – 15 Minuten über Soll.

Bester Marathon bei einem ironman

Natürlich beschäftigte den ironman die relativ schlechte Radzeit auch auf der Marathonstrecke – aber das Grübeln gab dem Sport- und Mathematiklehrer im Gegenzug auch Gelassenheit zurück, so dass er in einem Tempo von schnellen 4:30 min./km anlief und einen guten Rhythmus fand. Über sich selbst erstaunt wartete Till Schaefer förmlich auf den Einbruch, der sich aber bis ins Ziel nicht meldete. Schließlich der Zieleinlauf: ein Wahnsinnsmoment in der unbeschreiblichen Kulisse vor dem Hamburger Rathaus mit überbrandender Stimmung tausender Zuschauer.

Die Ziellinie überquerte Till Schaefer mit einer Marathonzeit von 3:12 Stunden – seine mit Abstand schnellste Marathonzeit innerhalb eines ironman - und einer Gesamtzeit von 9:23:23 Stunden. Die Zeit reichte für Platz 9 in seiner Altersklasse und Platz 37 gesamt, aber leider wieder nicht für die ersehnte Fahrkarte nach Hawaii. „Ich weiß, dass noch mehr in mir steckt. In über 9 Stunden kann soviel passieren und man darf niemals aufgeben. Mit einem besonneneren Marathontempo hätte es vielleicht in Frankfurt gepasst. Im nächsten Jahr versuche ich es wieder, dann will ich eine Zeit vo Sub9 und die Qualifikation für Hawaii schaffen“, gibt sich Till Schaefer gleich wieder kämpferisch.

In drei Wochen steht der Halbmarathon in Bochum und voraussichtlich der Ironman 70.3 auf Rügen auf dem Programm. Stunden nach seinem Zieleinlauf zog es den Pvler aber nochmal zur Ziellinie, um spätabends um 23 Uhr die letzten Finisher des ironman von Hamburg ins Ziel zu klatschen.