Von extremen Wetterlagen geprägt absolvierte Marcus Ziemann zwei Triathlon-Starts in den Vereinigten Staaten über einen halben ironman, dem 70.3-Triathlon in Miami und dem ironman in Florida. Im Umfeld des Wirbelsturms 'Sandy' herrschten in Miami statt Sonne, Strand und Meer drei Tage lang Regen und heftigenr Sturm. "Zum Wettkampftag hin sollte sich das Wetter dann zum Glück doch noch bessern und so gab es sonnige 30 Grad für die Teilnehmer, einzig der Wind machte allen zu schaffen", so der in Sachen Triathlonsport weitgereiste Athlet des PV-Triathlon Witten.
Um 3000 Teilnehmer auf die Strecke des halben ironman zu schicken, wurde das Feld in 25 Gruppen hintereinander gestartet. Marcus Ziemann mußte bis zur 18. Startwelle warten, um dann endlich mit einigen Mitstreitern seiner Altersklasse das Rennen im Wasser aufnehmen zu können. Doch der PVler haderte mit seiner Leistung: "Nach dem Startschuss kam ich nicht so richtig in den Rhythmus und so konnte ich mit meiner Schwimmzeit von knapp 33 min. über 1,9 km nicht zufrieden sein."
Auf dem Rad wehte den Triathleten anschließend über eine Strecke von 45 km der Wind ins Gesicht - der Tacho von Marcus Ziemann wies nur einen Schnitt von 31 km/h aus. Aber wo Gegenwind herrscht, da gibt es auch mal Rückenwind und so begann auf der zweiten Hälfte die Aufholjagd gegen die Zeit. Marcus Ziemanns Tacho unterschritt auf der zweiten Häfte nur selten die Marke von 40 km/h, so dass der PVler nach 2:35 Std. sein Rad wieder in der Wechselzone abstellen konnte.
Nach so viel Widrigkeiten sollte der PVler jedoch auf dem abschließenden Halbmarathon entschädigt werden: "Ich konnte völlig befreit auf die Laufstrecke gehen und erlebte auf den 21,1 km ein persönliches Highlight. Mit 1:34 Std. erzielte ich meine beste Laufbestzeit über die 70.3 Distanz." Der schnelle Halbmarathon zum Schluss wirkte sich natürlich auch positiv auf die Gesamtzeit aus: mit 4:52 Std. kam der PVler auf einem hervorragenden 27. Platz ins Ziel.
ironman Florida nicht zu Ende gebracht
Nur sechs Tage später stand für Marcus Ziemann der Start beim Ironman Florida auf dem Plan.
Auch bei diesem Wettkampf nahm das Wetter wieder maßgeblichen Einfluss auf das Geschehen: heftige Wellen machten den knapp 300 Teilnehmern auf der 3,8 km langen Schwimmstrecke zu schaffen. "Es war sogar schwierig, zunächst ins Meer zu kommen und dann überhaupt ordentlich schwimmen zu können", berichtet Marcus Ziemann von seinem zweiten großen Triathlon innerhalb einer Woche. Nach dem Auf und Ab in der aufgewühlten See war der PVler dann auch mit meiner Schwimmzeit von 1:07 Std. nicht zufrieden. Auf dem Rad lief es dagegen wieder rund: "Auf den 180 km konnte ich besser drücken als eine Woche zuvor in Miami. Bei Top-Bedingungen kehrte ich nach 5:03 Std. wieder in die Wechselzone zurück. Wer jetzt aber nicht mehr mitspielte, war mein Kopf. Körperlich voll auf der Höhe und auch mit Top-Leistungen im Gepäck saß ich saß ich mental völlig ausgepumpt an einer Ecke und brach den Wettkampf schließlich ab - für mich eine völlig neue Erfahrung. Mittlerweile habe ich das Ganze als schmerzhafte Erfahrung abgehakt, der Blick geht wieder voraus: beim Ironman Austria möchte ich mit neuer Bestzeit das Ganze vergessen machen", schließt Marcus Ziemann auch mit einem Misserfolg seinen Frieden.
