Am vergangenen Wochenende stand bereits das vierte von fünf Rennen in der 2. Bundesliga Nord für die Triathleten des Champion System Team Witten auf dem Terminkalender. Nach dem missglückten Rennen in Düsseldorf wollten die Schützlinge von Matthias Bergner beim eher ländlich anmutenden Schlosstriathlon in Schwerin verlorenen Boden in der Gesamtwertung gut machen. Mit Platz 3 ist es dem Team auch gelungen. Bereits beim Schwimmen bemühten sich die fünf Starter um den Anschluss nach vorne. Mit der Spitze aus dem Wasser stiegen Danny Friese, Deutscher Juniorenmeister, sowie Mark Oude Bennink sowie etwas dahinter Jens Bödecker und Leonard Nelle. Leider mit Rückstand auf die schnellen Radgruppen der Neuzugang Stephan Wiersbitzky. Gemeinsam in der Führungsgruppe arbeiteten der Niederländer Bennink und Friese gut zusammen und konnten so durch einen überzeugenden Laufsplit die Plätze 2 und 3 in der Gesamtabrechnung sichern.
Mit Höhen und Tiefen versehen waren dagegen die Rennverläufe für Jens Bödecker und Leonard Nelle. „Ich war erst in der ersten Gruppe, konnte die leider nicht halten und bin dann wieder aus der zweiten Gruppe nach vorne gefahren. Das hat Kraft gekostet. Zudem war ich beim Wechsel zum Laufen am Ende der Gruppe und die Jungs verursachten ein riesiges Chaos, so dass ich erst als 40. auf die Laufstrecke gehen konnte“, berichtet Jens Bödecker, der dann seinem Ärger Luft machte und noch reichlich Boden und Plätze gut machte, so dass er mit Platz 13 einen erheblichen Beitrag zu dem tollen Mannschaftsergebnis leisten konnte. Leonard Nelle hatte auch auf dem Rad zu kämpfen: „Ich habe gemerkt, dass ich hier noch einiges lernen kann. Das Tempo war auf dem Rad echt hoch und ich bin nach hinten durchgereicht worden“, zeigt sich Nelle nicht zufrieden mit dem Rennverlauf. Er beendete das Rennen schließlich als 62. Nicht mehr in die Teamwertung kam Stephan Wiersbitzky, da nur vier der fünf Athleten gewertet werden.
„Ich bin wirklich froh über den 3. Rang. Für Jens freut es mich, dass er ohne Stürze oder ähnliche Katastrophen durchs Rennen gekommen ist. Die Ergebnisse von Mark und Danny zeigen zudem, dass wir uns im letzten Winter gut verstärkt haben und sich immer mehr leistungsstarke Athleten in unserem Kader auch für die Bundesliga befinden“, ist Matthias Bergner sichtlich erleichtert und zufrieden.
Teamgeist bewies die Mannschaft im Anschluss. Sie fuhr von Schwerin über Hamburg zurück nach Witten, um dort die niederländische Teamkameradin Sarissa de Vries beim Weltcup anzufeuern. Dies zahlte sich aus: Sarissa de Vries entstieg als eine der ersten der Alster und konnte sich während des Radfahrens in der ersten Gruppe behaupten. Mit einem Laufsplit von 35:22 Minuten beendete sie eins der größeren Weltcuprennen des Jahres auf einem hervorragenden 21. Platz.
