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Am Ende sind doch alle glücklich

Verbandsliga: TTW kämpft sich auf Platz 11

Unter ungünstigeren Vorzeichen hätte der Verbandsligawettkampf in Saerbeck im Münsterland kaum stehen können: Stephan Seidel, stärkster Athlet des Aufgebotes, musste am Renntag früh morgens absagen, die Schmerzen an einer geprellten Rippe waren zu stark.

"Stephan hat bis zum Schluss alles versucht, aber es ging einfach nicht", berichtete Stephan Stolecki, der ebenfalls in Saerbeck startete. "Wir sind dann erst einmal nur zu dritt (Marius Kruza, Jan Müller und ich) hingefahren." Vor Ort ergab sich aber eine plötzliche Gelegenheit, denn Heinz Jörges hatte für die ebenfalls in Saerbeck stattfindende olympische Distanz gemeldet. "Ich hatte meine Frage, ob er einspringen könnte, noch gar nicht zu Ende formuliert, da hatte er schon `Ja` gesagt", meinte Jan Müller. "Hut ab, das war wirklich großartig und absolut mannschaftsdienlich", fanden die anderen drei nur lobende Worte.

Beim Start im Saerbecker Badesee ging es gleich mächtig zur Sache. Wie immer bei Freiwasserrennen findet auf den ersten Metern ein intensiver Kampf um die besten Positionen statt. Die vier Wittener, allesamt keine besonders guten Schwimmer, hielten sich aus dem Gröbsten raus und kamen im hinteren Teil des Feldes aus dem Wasser. Auf dem Rad nahmen sie den Fehdehandschuh der Konkurrenz aber gleich auf. "Wir haben eine rote Nummer (=Verbandsligastarter) nach der nächsten eingesammelt, da haben wir viele Positionen gewonnen", berichtete Jan Müller im Ziel. Die Radstrecke ist wie gemacht für gute Zeitfahrer, topfeben und im Gegensatz zum windigen Rennen in Harsewinkel blieben die Athleten hier auch vor diesem unangenehmen Hindernis verschont.

Saerbeck

Mit der abschließenden Laufstrecke kam die Paradedisziplin der TTW-Athleten am Schluss. Trotz hoher Temperaturen von ca. 30 Grad in der prallen Mittagssonne ging das Quartett ambitioniert auf die zehn Kilometer und konnte auch hier noch mal viele Plätze gut machen. Am Ende standen die Einzelplatzierungen 17 (Jan Müller), 25 (Stephan Stolecki), 37 (Marius Kruza) und 68 (Heinz Jörges). Unter dem Strich ein guter 11. Platz. "Mit Stephan Seidel hätten wir das Ergebnis von Harsewinkel vermutlich wiederholen können, damals waren wir Zweiter", kommentierte Cheftrainer Thomas Fehrs. "Aber so ist Triathlon und anstatt uns über den 11. Platz zu ärgern, freuen wir uns über eine kämpferische Teamleistung, mit tollem Zusammenhalt haben die Jungs ein gutes Ergebnis eingefahren."