Ein Abenteuer unter Palmen
Premiere für Pia Rimpel auf der Langdistanz
Mitte November ging es für Pia Rimpel, Julia Rudack und Till Pastor vom PV Triathlon TG Witten zum Ironman Cozumel auf der mexikanischen Insel im Karibischen Meer. Raus aus der nassgrauen Kälte und rein in die tropische Hitze mit Sonnenschein unter Plamen.
Nach monatelanger intensiver Vorbereitung mit zwei Mitteldistanzen beim Ironman 70.3 in Dänemark und dem Ironman 70.3 in Kroatien für Julia und Pia sowie dem Ironman in Schweden für Till reiste das Trio eine Woche vor dem Start als sechsköpfige Crew an, um sich an das extrem schwül-warme Klima zu gewöhnen. Akklimatisierung stand also ganz oben auf dem Trainingsplan.
Am Wettkampftag ging es sehr früh los
Am 23. November wurden die drei Triathleten dann um 5 Uhr morgens mit dem Taxi abgeholt und zur Wechselzone gebraucht, um dort noch letzte Vorbereitungen zu treffen. „Die Location war eigentlich traumhaft. Meer, Palmen und Urlaubsfeeling pur – eine perfekte Triathlon-Kulisse. Wäre da nicht dieser bittere Beigeschmack gewesen: Die Wechselzone gehörte zu einem Delfinarium. Kein schöner Anblick und definitiv etwas, das mich nachhaltig beschäftigt“ berichtet Julia nach ihrer Rückkehr..
Nachdem in der Wechselzone alles vorbereitet bereit war, ging es mit dem Shuttlebus zum 4 km entfernten Schwimmstart. Zur großen Überraschung von allen durften in den Bereich dort nur die Triathleten hinein, sodass selbst ein kurzer Abschied vom den mitgereisten Supportern nicht mehr möglich war.
Der ursprünglich für 7:10 Uhr vorgesehenen Start verzögerte sich. Julia wollte die Zeit nutzen und ihre zu enge Badekappe etwas zu weiten und ging dabei allerdings etwas zu enthusiastisch vor: Zack, da war die Kappe gerissen. So musste sie ohne Kopfbedeckung schwimmen, was bei ihren Haaren dazu führte, dass bei jedem Atemzug ihr die Harre ins Gesicht klatschten.
Warmer und welliger Atlantik
Im 28 Grad warmen Atlantik mussten alle drei dann gegen deutlich größere Wellen ankämpfen, was sie erwartet haben. Das glasklare Wasser mit bunten Fische und Mini-Haien machten aber alles wett. Die 3,8km lange Schwimmstrecke legte Pia in 1:02 Std. zurück. Till folgte nach 1:07 Std. und Julia nach 1:13 Std.
Windanfälliger Rundkurs um die halbe Insel
Die etwas mehr als 180km Radstrecke führte über drei Runden um die halbe Insel. Starker Seitenwind an der Ostküste und einige Bodenschwellen erschwerten das Rennen. Vor allem Julia hatte erneut Pech an diesem Tag. Nach der gerissenen Badekappe verlor sie unterwegs ihre Iso-Flasche und an der Verpflegungsstation bei km100 war ihr persönlicher Beutel mit einer zweiten Iso-Flasche nicht angekommen. Somit blieben ihr nur Wasser und Gels zur Verpflegung auf dem Rad übrig.
Till beendete das Radrennen nach 5:40 Std., Julia nach 5:50 Std. und Pia nach 6:11 Std.
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| Foto: Pia Rimpel | Foto: Julia Rudack |
Drei Laufrunden entlang der Küste
Zum Glück schoben sich immer wieder Wolken über den Himmel, sodass die Athleten nicht dauerhaft der Sonne ausgesetzt waren. Denn heiß genug war es ohnehin um die Mittagszeit geworden als es auf die Laufstrecke ging.

Foto: Till Pastor
Die 42,2 km führten über drei Runden an der Küste entlang. Eine wunderschöne Laufstrecke, die die drei Athleten vom PV Triathlon TG Witten nur bedingt genießen konnten, da sie unter den harten Bedingungen sehr kämpfen und teilweise gehen mussten.
Nach 5:05 Std. für den Marathon schaffte es Julia nach insgesamt 12:22 Std. als erstes von den Dreien ins Ziel. Dort wartete sie auf Pia, die nach 5:32 Std. den Marathon beendete und überglücklich die Ziellinie bei ihrer ersten Langdistanz nach insgesamt 12:54 Std. überquerte.
Während die beiden Frauen sich im Wasserbecken runterkühlen konnten, quälte sich Till weiter auf der heißen Laufstrecke und beendete das Rennen nach 13:50 Std.
Am Ende waren aller überglücklich den Ironman Cozumel 2025 in Mexico bezwungen zu haben.

Foto (v.l.n.r.): Julia Rudack, Till Pastor und Pia Rimpel
Nach der langen Saison standen dann endlich Urlaub und Erholung auf dem Programm, den sich die Drei wahrlich verdient hatten. Besonders Pia, die auch Tage nach der Rückkehr immer noch begeistert von ihrer Ironman-Premiere schwärmte: „Der ganze IRONMAN hat mir total gefallen: super nette Volunteers, top Organisation und in den Wechselzonen lief alles wie am Schnürchen. Für meinen ersten IRONMAN hätte ich echt keine bessere Location aussuchen können.“



