Halbmarathon Venlo "Wie 21 Kilometer über die Kirmes"
Das (Sport-)Jahr ist noch jung, aber der Halbmarathon in Venlo wird mit Sicherheit als einer der Höhepunkte des Sportgeschehens 2014 in die Annalen des PV-Triathlon Witten eingehen. Die Hauptgründe liegen zum einen in der außergewöhnlichen Stimmung, auf die rund 60 PVler zusammen mit mehreren tausend weiteren Läufer/innen in der kleinen Grenzstadt zur Niederlande über 21,1 km trafen - Christian Blecking beschrieb sie bei seinem ersten Halbmarathon überhaupt zutreffend als "Wie 21 Kilometer über die Kirmes laufen" - zum anderen in dem gemeinsamen Erleben eines Wettkampfes, zu dem die PVler einen kompletten Reisebus füllten.
Dabei hatte es Petrus schon fast zu gut mit den Läufern gemeint. Temperaturen über 20 Grad machten vielen Teilnehmern zu schaffen - die Rettungsdienste mußten deutlich öfter zu Einsätzen ausrücken als im vergangenen Jahr, als nicht Träger-Laufshirt und kurze Hose, sondern Mütze und Handschuhe angesagt waren. Viele Verpflegungsstellen und vor allem unzählige Blasmusikkapellen und digitale Musikanlagen sowie schätzungsweise 80.000 - 100.000 Zuschauern entlang der Straßen trieben die Halbmarathonis förmlich voran. "Das gibt es nur in Venlo, gleich vom Start weg standen die Zuschauer über die ganze Strecke, zwei Kilometer vor dem Ziel sogar in Sieben- bis Zehnerreihen und
feuerten die Finisher frenetisch an", beschreibt Gerd Schattanik die Stimmung kurz vor dem Ziel und Barbara Kleist fügt hinzu: "Eine Stimmung, die nicht mal die Tour de France kennt!".
Frank Blasey genoss am wenigsten diesen Partylauf und erreichte das Ziel in 1:36:36 Std., gefolgt von Matthias Bergner (1:45:41), Frank Schwarz (1:47:40 Std.), Edmund Surwehme (1:51:17 Std.), Steffi Meckel (1:53:07), Winfried Scheffler (1:54:06), Bernd Arling (1:56:23), Martin Herrmann (1:56:25), Christian Meckel (1:57:34), Petra De Graat (1:58:09), Marcus Limberg (1:58:48) und Ralf Dix (1:59:12, zweiter Halbmarathon in zwei Tagen).
Einer kleinen Tradition folgend stellten die PVler/innen nach dem Lauf einen Tapeziertisch auf und füllten ihn mit allen guten Sachen, die Küche und Keller hergaben. Fototermin für Christian Blecking, Steffi Richter, René Schultze und seiner Mutter Eva Anhorn sowie Stephan Raback. Alle fünf hatten den ersten Halbmarathon ihres Lebens erfolgreich absolviert.

Damit sich die Läufer das Rennen richtig einteilen, bieten die Mentoren Matthias Dix, Peter Krawczyk, Brigitte Meinshausen und Christiane Seubert wieder Tempogruppen mit verschiedenen Zielzeiten von unter 2 Stunden bis 2:30 Stunden an. "Wir wollen schließlich 'lächelnd ins Ziel' laufen. Und im Ziel bauen wir natürlich wieder ein schönes Büfett auf. Von Kartoffelsalat über Frikadellen bis zu Nachtisch und Kuchen steht dann alles auf dem Tisch. Das haben wir uns dann auch verdient" - die Vorfreude auf den Lauf ist unverkennbar.
Von einem außergewöhnlichen Halbmarathon in Lissabon kehrte eine 10köpfige Gruppe des PV-Triathlon Witten zurück. Ein Starterfeld von 38.000 Läufer/innen - "Schwarzläufer" nicht mitgerechnet - führte zu teilweise chaotischen Zuständen bei für den Monat März auch für die Hauptstadt Portugals ungewöhnlichen 23 Grad im Schatten.
sprichtwörtlich jeden Schritt über die Brücke - im Bummeltempo. Über die ersten drei Kilometer gab es zunächst kein Durchkommen", so der PVler. Nach rund 5 km trennten sich schließlich die Wege und das Feld mit den 'richtigen Läufern' konnte Tempo aufnehmen. "Die Hitze machte sich ganz schön bemerkbar und die 21,1 km zu einem anstrengenden Lauf. Die Luft stand teiweise, daher gut, dass es alle 2,5 km Wasser und isotonische Getränke gab."
Kathrin Raback,