Marcus Ziemann finisht ironman Florida
Eine Woche lang wurde Marcus Ziemann mit sonnigem Wetter und hohen Temperaturen verwöhnt. Der Weltreisende in Sachen Triathlon vom PV-Triathlon Witten war nach Florida gereist, um beim ironman zu starten. Der Wetterbericht verhieß jedoch nichts Gutes, ausgerechnet am Renntag drohte arktische Kälte den Ironman zu stören.

Leider wurden auch alle Vorhersagen am Rennmorgen wahr: Zeigte das Thermometer am Abend zuvor noch 24 Grad, so fielen die Temperaturen zum Start auf 3 Grad ab. Zu den kalten Temperaturen gesellten sich Sturm mit Böen von bis zu 60 km/h, die das Meer aufwühlten und für eine starke Unterströmung sorgten. Zu gefährlich befand der Veranstalter, die unter diesen Bedingungen nicht die Verantwortung für die eigentlich vorgesehen 3,8 km lange Schwimmdistanz übernehmen wollte. 3300 Teilnehmer blieb das Bad im Golf von Mexiko verwehrt und begannen ihren Wettkampf mit einstündiger Verspätung direkt in der Reihenfolge ihrer Startnummern vom Rad aus.
Nach zwei Stunden Wartezeit in der Kälte durfte sich dann auch Marcus Ziemann auch auf die 180 km lange Reise machen. Die Raddistanz bedeute für den vielfachen ironman dieses mal ein Kampf gegen die Uhr, den Wind und gegen sich selber. "Ich war mit den Erwartungen eines Hitze-Rennens angereist und kämpfte nun 180 km gegen Sturm und Kälte an", so Marcus Ziemann. Mehrmals nahe daran, aufzugeben erreichte er nach 5:48 Std die Wechselzone, 45 Minuten über der Zeit, die er noch vor zwei Jahren an gleicher Stelle gebraucht hatte. "Die Beine waren aber frisch und der Wille stark. So konnte ich mit einem ordentlichen Marathon von 3:50 noch den Tag retten und versöhnlich abschließen", freute sich der PVler dennoch. Eine Gesamtzeit von 9:45 bedeute Gesamtrang 326 von 3300 Teilnehmern. "So bringe ich diesmal nicht nur die Finisher Medaille mit nach Hause, sondern die Erkenntnis, an einem der ungewöhnlichsten Ironman Rennen der Geschichte teilgenommen zu haben", zieht Marcus Ziemann sein Fazit. Am Tag nach dem Rennen herrschte wieder gewohntes Florida-Wetter.

Auf dem Rad lief es dann jedoch erstmal sehr gut für Manuela Close. Mit den zum hohen Tempo passenden Wattzahlen absolvierte die Wittenerin die ersten 50 Kilometer recht zügig. "Doch dann, ab km 50, kam wie aus dem Nichts so ein Gegenwind auf, wie ich es noch nie erlebt habe." Da waren sie also auch noch, die Mumuku Winde von Hawaii, die sich selbst auf geraden Passagen im kleinen Kettenblatt kräfitg bemerkbar machten "Ich hätte heulen können, denn Wind ist gar nicht so meins."
Die jahreszeitlich bedingt zu Neige gehenden Gelegenheiten zu einem Triathlon nutzten viele Aktive vom PV-Triathlon Witten nochmal zu einem erfolgreichen Start. Köln rief zu einer Mitteldistanz. Dem Ruf folgten gleich drei Athleten des Taymory-Teams und konnten, ähnlich wie ihre Teamkollegen am Tag zuvor in Hannover, mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden sein. Die beiden Niederländer Stefan van Thiel und Tom Havekes finishten mit den Plätzen 7 und 9 unter den Top-ten des Teilnehmerfeldes. Sven Bergner beendete die erste Mitteldistanz seines langen Triathlon-Lebens in guten 4:23 Std. auf dem 25. Platz. Am gleichen Tag startete Christian Thomas bei einem Zeitfahren im niedersächsischen Goldenstedt und konnte dort die Wertung der Fahrer ohne Radlizenz gewinnen. Erst eine Woche zuvor hatte der PV-Athlet beim anspruchsvollen Trans Vorarlberg Triathlon über die Mitteldistanz schon einen guten 13. Platz erreicht.
ie Athletin vom PV-Triathlon Witten. Ein Blitz löste kurz darauf sogar einen Stromausfall aus, die gerade noch erleuchtete Wechselzone lag schlagartig im morgendlichen Dunkeln. Im Neopren gekleidet hieß es für die Starter, einen 1,5 km langen Fußweg zum Schwimmstart zu absolvieren, nach wie vor von Blitz und Donnerschlag über dem offenen Meer begleitet. Nur kurz blieb die Zeit zum Einschwimmen, da alle das Wasser schnell wieder wegen des nächsten heraufziehenden Gewitters verlassen mussten. "Längst war die offizielle Startzeit vorbei, alle warteten, wie es nun weitergeht", berichtet Meike Hoffmeister.
Der Startschuss des 32. ironman in Almere fiel kurz nach dem Sonnenaufgang um 7 Uhr am Morgen bei besten Wetterbedingungen: trocken, 16 Grad. 3,8 km im vom Ijsselmeer abgetrennten Weerwater-See lagen vor den Teilnehmern - verbunden mit reichlich Körperkontakt, wie üblich bei Massenstarts. Allen voran Elke Halbach “Es hätten auch weniger Schlingpflanzen ausgereicht” in der PV-Staffel "Tri Meisjes Witten" mit 58:21 min. erreichten alle PVler mit durchweg guten Zeiten wieder das Ufer und wechselten um auf die Sportart Radfahren.