Helga Groß gewinnt Rhein-Ruhr Marathon
Immer wieder gerne nehmen die Läuferinnen und Läufer des PV-Triathlon Witten am Rhein-Ruhr Marathon teil, so dass auch in diesem Jahr eine große Gruppe den Weg zum Wedau-Stadion in Duisburg fand. Eine gute Organisation, die flache Strecke und der erlebenswerte Einlauf ins Wedau-Stadion wissen die PVler immer zu schätzen - als erschwerend kam aber die große Wärme in diesem Jahr hinzu. "Es gibt zwar Sportler, die kommen erst ab 25 Grad 'auf Betriebstemperatur', aber allgemein liegen die Vorlieben eher bei 15 Grad", erklärt Matthias Dix als Leiter der PV-Gruppe. So vergossen die PVler dann auch so manchen Tropfen Schweiß, liefen aber alle 'lächelnd ins Ziel' des Halbmarathon oder Marathon.
Über die Halbmarathon-Distanz war die Jüngste auch die Schnellste: Debbie Willecke finishte mit einer Zeit von 1:48:37 Std. als 18. der W20. Mit einem Abstand von 16 Sekunden folgte Wolfgang Lorenz. Zur großen Überraschung lief als PV-Dritte bereits Petra de Graat in ihrem ersten Halbmarathon mit einer Zeit von 1:49:24 Std. über die Ziellinie. Mit Peter Krawczyk (1:49:30 Std.), Matthias Dix (1:54 Std.) und Andrea Rittershaus blieben drei weitere PVler unter 2 Stunden.
Besonders groß war die Freude bei Helga Groß: die Seniorin gewann mit ihrer Zeit von 2:05:11 Std. ihre Altersgruppe W70. Nach 2:13 Std. hatten Klaus Neumann und Helge Lorenz ihren Halbmarathon geschafft, Jenny Fisahn lief mit pe
rsönlicher Bestzeit (!) von 2:14:07 Std. ins Ziel, gefolgt von Petra Ortwein, Joachim Guse, Thomas Mankiewicz und Christiane Seubert (alle 2:19 Std.), Jola Lorenz (2:36 Std.), Sabine Jahny-Hippel (2:37 Std.) sowie Holger Hippel und Brigitte Meinshausen, die die Laufgruppe bis zum Schluß begleitete (2:39 Std.).
Für fünf Läufer/innen ein Erfolg, den sie zum ersten Mal im Leben auskosten konnten: Petra de Graat, Holger und Sabine Hippel und Jola Lorenz liefen ihren ersten Halbmarathon, Winfried Scheffler schaffte das erste Mal im Leben die Marathon-Distanz.
Schnellster Marathon-Läufer des PV war Wilfried Leonhard, der die 42,195 km in 3:26:03 Std. schaffte. Heike Risse lief mit 3:50:40 Std. auch auf den 8. Platz der W45. Frank Schwarz folgte mit 4:09 Std. vor Winfried Scheffler (4:47 Std.) und Jürgen Grühn (4:54 Std.). Das Tüpfelchen auf dem "i" setzte Urgestein Bruno Brahmann - der 75jährige PVler lief den Marathon in 5:18:26 Std. und wurde als Zweiter der M75 gewertet. Bruno: "Das war mit Sicherheit einer meiner längsten und härtesten Marathons!"

Nach den Höhenpunkten beim Halbmarathon in Venlo - die Laufgruppe des PV-Triathlon Witten war mit über 60 Aktiven am Start - und beim Marathon in Hamburg, bei dem ein Dutzend PVler nach 42,195 km ins Ziel lief, schnürt die PV-Laufgruppe schon wieder die Laufschuhe. Am kommenden Wochenende steht der Start beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg auf dem Plan. "Wir werden mit über 20 Läuferinnen und Läufern nach Duisburg fahren. Das Gros startet über den Halbmarathon, aber einige Läufer wagen sich wieder an den Marathon. Vor allem bin ich auf den Halbmarathon von Helga Groß und den Marathon von Bruno Brahmann gespannt. Helga ist 70 und Bruno 75 Jahre alt, beide sehen nicht danach aus und sind zudem 'fit wie ein Turnschuh'. Einzige Schwachstelle ist Brunos Wade, von der Kondition her müßten beide die 21,1 km bzw. die 42,195 km gut schaffen", meint der Leiter der Laufgruppe Matthias Dix und fügt hinzu: "Die Strecke ist flach und gut zu laufen. Das Tüpfelchen auf dem 'i' ist jedoch der Zieleinlauf im Wedaustadion des MSV Duisburg - zum Schluß laufen alle am Fußballfeld entlang, auf dem sonst die Spieler der 2. Bundesliga um Tore und Punkte kämpfen."
Während am Freitag und Samstag noch Athletik, Laufen, Radfahren und Schwimmen auf dem Programm standen, fuhren die Talente aus NRW am Sonntag nach Enschede (Holland), um zum ersten Mal auf der internationalen Triathlonbühne an einem Wettkampf teilzunehmen. Das Teilnehmerfeld umfaßte 36 Starter/innen, die unabhängig von Altersgruppe und Geschlecht zusammen 200 m Schwimmen, 7,4 km Radfahren und 2 km Laufen bestritten. "Der Wettkampf, vor allem das Schwimmen im Freibad, war nicht ohne", berichtet Betreuerin Heike Rose. "Bei Außentemperaturen von gefühlten 10° Celsius und frischem Wind mußten die Kinder alles geben." Jana Diekershoff und Hanna Rose zollten diesen Bedingungen Tribut und liefen somit erst im hinteren Feld ins Ziel. Rena Siepmann und Max Meckel dagegen machte das Wetter weniger aus . Beide überquerten die Ziellinie nach einem tollen Wettkampf im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes. Gewertet wurden nur die ersten drei Plätze.