PV-Damen trumpfen beim Hamburg-Halbmarathon auf
Barbara Kleist und Ingelore Köster kommen als Dritte aufs Treppchen
"HM in HH", auf diese Kurzformel brachten fünf Läufer/innen das Ziel ihres Ausflugs nach Hamburg mit der Teilnahme am 16. Halbmarathon. "Es lief gut", berichtet Ingelore Köster, erfahrene ironman-finisherin von Frankfurt und Hawaii, über ihren Lauf von 'nur' 21,1 km. "Am Vortag hatte es noch in Strömen geregnet, aber der Sonntag blieb nahezu trocken." Im Feld der 6.135 Teilnehmer, die dem Lauf zu einem neuen Teilnehmerrekord verhalten, auch Barbara K
leist, Gerd Schattanik, Ulla Ostrowski-Wenzel und Wilm Lutter. "Die Strecke war schon außergewöhnlich, nach dem Start liefen wir über die Reeperbahn zu den Landungsbrücken, am Fischmarkt vorbei Richtung Außen-Alster. Vor allem der Start war toll: obwohl alle vier Fahrspuren für die Läufer reserviert waren, dauerte es nach dem Startschuss bis zu fünf Minuten, bis alle die Zeitnahmematte überquert hatten. Das Publikum? Von wegen 'sture Hamburger', die machten Stimmung wie beim Kölner Rosenmontagszug!" berichtet Barbara Kleist begeistert. Speziell für sie und Ingelore Köster löste der Blick auf die Ergebnisliste nochmal große Freude aus: Barbara Kleist war Dritte der W60 in 2:10:21 Std. und Ingelore Köster Dritte der W65 in 2:16:37 Std. Wilhelm Lutter brauchte als 48. M60 2:18 Std, Gerd Schattanik 2:22 Std. (118. M55) und Ulla Ostrowski-Wenzel 2:24 Std. (55. W50). Aline Watson von SG Demag hatte mit 2:07:10 Std. die schnellste Zeit als 91. W40 vorgelegt.

Lange Zeit für die Erholung blieb Dominik Wawrik nicht: nur eine Woche nach der Europameisterschaft in Spanien, bei der das Nachwuchstalent des PV-Triathlon Witten Silber in der Mannschaft holte, trat Dominik Wawrik zusammen mit seinen Mannschaftskameraden Jonas Loeff und Till-Niklas Arling bei dem DTU/ETU-Cup in Düsseldorf an. Zu bewältigen waren über die Sprintdistanz 750 m Schwimmen, 20 km auf dem Rad und 5 km Laufen. Dominik Wawrik zeigte sich jedoch gut erholt von seinem Spanien-Start, stieg nach 10:18 min. als Siebter aus dem Hafenbecken. Im Pulk der Spitzengruppe erreichte er nach 29:21 min. 20 km auf einer schnellen, aber mit engen Kurven und Kopfsteinpflaster nicht ungefährlichen Radstrecke die Wechselzone - nur Veit Hoehnle aus Baden Würtemberg schaffte es, unter 29 min. (28:57 min.) zu bleiben. Auf der 5 km Laufstrecke, ebenfalls gespickt mit grobem Kopfsteinplaster, Kies, Bordsteinkanten und vielen Kurven drehte Dominik Wawrik seinen Turbo so richtig auf und lief mit der zweitschnellsten Laufzeit des Tages (14:25 min.) auf den 2. Platz in gesamt 56:03 min. Der Abstand zum Sieger Niclas Bez aus Brandenburg betrug nur 8 Sekunden. Mit diesem Ergebnis platzierte sich Domink Wawrik auf dem 3. Platz im Cup der Europäischen Triathlon Union ETU. Den Sieg trug der Belgier Jelle Greens (55:51 min.) davon. Die beiden weiteren Nachwuchstalente des PV-Triathlon Jonas Loeff und Till-Niklas Arling finishten auf Platz 18 (58:24 min./Junioren) bzw. Platz 31 (1:00:46 Std./Jugend A). An gleicher Stelle platzierten sich in der Deutschen Meisterschaft der Altersklassen über die Kurzdistanz Till Pastor auf Platz 18 (2:14 Std.), Nils Brüchert-Pastor auf Platz 51 (2:31 Std.) und Bernd Doktor auf Platz 68 (3:10 Std.).
Großen Einsatz im doppelten Sinne zeigte vor allem Conny Dauben. Am Samstag vertrat sie noch die Farben im "Champion System Team Witten" bei ihrem Start der 2. Bundesliga am Schliersee und hatte nach einer kurzen Nacht am Sonntag bereits wieder genügend Power, um ihre PV-Kameradinnen in Altena bei der Jagd nach Punkten und Plätzen in der Regionalliga erfolgreich zu unterstützen. Die langjährige PVlerin lief auf dem 3. Platz der Regionalliga ein. Aber auch Anke Libuda tat sich einen Doppelstart an - am frühen Morgen lief sie um 6 Uhr in einer 10 x 10 km-Staffel am Kemnader Stausee, um wenig später in Altena in den Triathlon einzugreifen. Der morgendliche Lauf hinterließ Spuren: "Beim Radfahren hatte ich zuerst schwere Beine, aber das Laufen hatte trotzdem geklappt und ich bin als 19. eingelaufen." Marlies Steffen, dritte im PV-Bunde, steuerte mit einer Verbesserung von über 5 Minuten gegenüber dem Vorjahr den 32. Platz bei, so dass das PV-Regionalliga-Team in der Endabrechnung Platz 4 einnahm. "Etwas undankbar, so knapp am Treppchen vorbei, aber ein großer Erfolg unter 27 Teams. In der Gesamtwertung hat uns das Resultat vom 9. auf den 5. Platz nach vorne gebracht", freut sich Anke Libuda.