"Nachdem ich 2008 mit dem Triathlon angefangen und mir ein feines Rennrad besorgt habe, waren letztes Jahr 3 Olympische und eine Mitteldistanz dran, um zu gucken, ob mir der Sport überhaupt Spaß macht. Dass mir der Triathlon mit "nur" drei Sportarten als ehemaliger Zehnkämpfer Spass macht, war wohl nicht anders zu erwarten - Mehrkämpfer können halt von allem ein wenig, aber nie etwas richtig", berichtet der PV-Athlet mit einem Augenzwinkern. "Beim PV-Triathlon wurde ich super gut aufgenommen und betreut und fühlte mich sofort wie in einer großen Familie - die Ähnlichkeiten zu meinem alten Verein TV Norden und dem Zehnkampf insgesamt sind doch enorm. Also wurde das Training etwas intensiviert und im Urlaub in Neuseeland habe ich mich letztes Jahr kurzerhand für den Ostseeman angemeldet. Ärgerlich war, dass der Winter ziemlich hart war und so hatte ich am Ende fast jede Woche ein schlechtes Gewissen, nicht genug trainiert zu haben. Aber die Saison begann und ich hatte mir 5 Olympische Distanzen ausgesucht, eigentlich nur um Wettkampferfahrung zu sammeln. Der große Tag war dann vergangenen Sonntag. Anreise am Freitag nach Flensburg, am Samstag Startunterlagen besorgen, Rad einchecken und die Wechselzone und Rad-&Laufstrecken begutachten. Am Sonntag um 7:00 fiel dann der Startschuss für insgesamt 1300 Athleten (davon viele Einzel- aber auch Staffelstarter). Die See war ruhig und es gab verhältnismäßig wenig Quallen. Nach für meine Verhältnisse guten 1:18 Std kam ich aus dem Wasser. Die Radstrecke ist gar nicht so einfach, wie ich anfangs dachte. Es gibt viele kleine giftige Steigungen. Dafür war es den ganzen Tag windstill, und bis auf einen kurzen Schauer zu Mittag wechselte sich die Sonne mit Wolken bei angenehmen Temperaturen ab.
Und so konnte ich nach glatten 6 Stunden mit einem 30er-Schnitt absteigen. Bis Kilometer 27 ging sogar das Laufen noch gut - ich war auf einem knapp über 4-Stunden Schnitt - super. Aber dann haben die Beine doch angefangen, sich zu zieren und die erste Gehpause musste eingelegt werden. Und wenn man erstmal geht, kommt man schlecht wieder in den Lauf... So schaffte ich den Marathon leider nur in 4:55Std.
Als Endzeit stand dann eine Zeit von 12:13 Std. auf der Uhr. Ich bin hochzufrieden. Vor zwei Jahren bin ich angefangen mit dem Ziel "einmal im Leben muss man so einen Unsinn mitgemacht haben". Heute überlege ich mir, wann ich mich wohl für die nächste Langdistanz anmelden kann - die 12 Stunden sind auf jeden Fall drin!", meint Axel Thomson.