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1. Bundesliga: Damen schrammen nur knapp am Sieg vorbei, Herren im Mittelfeld

Beim vierten von fünf Läufen der 1. Triathlon-Bundesliga im baden-württembergischen Tübingen konnten beide Wittener Teams ihre Tabellenpositionen verteidigen. Zsófia Kovács gelang dabei der Sieg in der Einzelwertung.

Der Start ins Wettkampfwochenende lief schon „nicht wirklich optimal“: Bei der Ankunft am Münchner Flughafen warteten die langjährigen Wittener Starter aus Ungarn vergeblich auf ihre Rennräder. Zwei davon konnten immerhin noch bis Sonntagmorgen nach Stuttgart nachgeflogen werden, die andern beiden mussten  kurzfristig durch Leihräder ersetzt werden.

triathlonbundesliga t bingen 2017 versandAlles rund lief dann dennoch bei der auch betroffenen Zsófia Kovács: Als Vierte nach dem Schwimmen im Neckar schaffte sie es in die erste Radgruppe, wodurch ihr durch die beste Laufzeit aller Starterinnen der Sieg nach 1:01:15 h nicht mehr zu nehmen war. Ebenfalls in die erste Radgruppe hatten es die Wittener Charlotte McShane aus Australien (am Ende 4.) und Anja Knapp geschafft.

Leider gelang es in einem taktischen Radrennen nicht, einen ausreichenden Vorsprung auf die zweite Radgruppe herauszufahren, in der unter anderem die Buschhüttenerin Anne Haug unterwegs war - Ihre Teamkolleginnen vereitelten jede versuchte Tempoverschärfung. Haug konnte so im abschließenden Lauf die deutsche Vizemeisterin Anja Knapp noch von Platz 6 verdrängen, wodurch sich das Team des TV Buschhütten schließlich den Sieg sichern konnte - mit gerade einmal einer Platzziffer Vorsprung vor den Wittenerinnen. Die vierte Wittener Starterin Dorka Putnoczki erwischte, nachdem sie nach dem Schwimmen noch in Führung gelegen hatte und auch das Radfahren in der Spitzengruppe beenden konnte, einen mäßigen Tag auf der Laufstrecke und kam als 30. ins Ziel, was wohl auch dem ungewohnten Leihrad geschuldet war. „Es hat wirklich nicht viel gefehlt. Anja Knapp ist auf dem Rad ein hohes Risiko gegangen - leider wurde sie dafür nicht belohnt. Trotzdem war es allemal ein tolles Rennen von unseren Frauen“, so Teamchef Thomas Fehrs. In der Tabelle liegt Triathlon Witten vor dem finalen Lauf auf Rügen am 8. September nun zwei Punkte hinter dem führenden TV Buschhütten und sechs Punkte vor dem drittplatzierten Team des Krefelder Kanu Klubs.

Bei den Herren konnte das Wittener Quintett beim Sieg des TV Buschhütten einen achten Rang einfahren. Bester Wittener war beim Sieg von Lasse Lührs (TV Buschhütten) Csongor Lehmann aus Ungarn auf Platz 11 (56:10 min), gefolgt von seinem Bruder Bence auf Rang 15 (56:37 min). Weiter hinten sortierten sich Jonathan Wayaffe aus Belgien als 49. (58:48 min) und Lukas Engelbert (63., 1:00:32 h) ein. Das Streichresultat an diesem Tag war der 69. Platz des erst 17-jährigen und kurzfristig für den Norweger Morten Hansen eingesprungenen Neilen Kampmann, der mit etwa 10 Minuten Abstand auf den Tagessieger Vorletzter wurde. „Wir wollen dennoch weiter konsequent auch unsere jüngeren Leute einbauen. Dass Neilen Kampmann auf dem Rad Probleme hat, war für uns ja nicht neu“, so Thomas Fehrs. Mit der Verteidigung des vierten Tabellenplatzes zeigte er sich so auch durchaus zufrieden: „Unser Anspruch ist in dieser Saison ja kein Spitzenplatz mit den Männern. Das war heute ein sehr gut besetztes Feld, da ist das Ergebnis absolut okay.“ Beim letzten Wettkampf in etwas mehr als einem Monat wird es somit auch weniger darum gehen, noch den dritten Platz anzugreifen – der Vorsprung des KiologIQ Team Saar ist dafür mit 13 Punkten wohl auch etwas zu groß. Die Plätze vier bis sieben trennen hingegen nur drei Punkte, was ein spannendes Finale verspricht."

Benjamin Exner/TTW

Featured

Plätze 2 und 6 für Seniorinnen und Senioren in Sassenberg - Master werden ebenfalls Sechster

20180805 Dauben Quiskamp Wienforth in SassenbergZum Abschluss der Saison stand für das Senioren- und Seniorinnen-Team der 'SG Triathlon Witten' die olympische Distanz beim Sassenberg Triathlon auf dem Programm. Im Freigewässer des Feldmarksee waren 1,5 km zu absolvieren, das Radfahren führte über einen flachen Rundkurs und insgesamt 44 km und die abschließende 10 km lange Laufstrecke über naturnahe Wege mit wenig Asphalt. Hatte es sich im Gegensatz zu den Vortagen von den Temperaturen etwas abgekühlt, so war es am Ende doch ein heißes Rennen.

 
Die Wittener Seniorinnen waren als Tabellen-Dritte hinter dem Krefelder Kanu Klub und dem einen Punkt vor ihnen liegenden SSF Bonn ins Rennen über die Olympische Distanz gegangen. Für die Damen aus der Ruhrstadt bestanden somit realistische Chancen, den Tabellenzweiten noch zu überflügeln.
 
Es gelang: Conny Dauben legte mit ihrem Gesamtsieg nach 2:37:14 Stunden den Grundstein für die SG Witten, Silke Wienforth folgte als Siebte in 2:54:16 Std. und Verena Quiskamp rundete als Zehnte in 2:56:29 Std. den zweiten Platz in Sassenberg hinter den Krefelderinnen ab. Das gleiche Bild bietet die Abschlusstabelle: die SG Witten holt sich den Silber-Rang hinter dem Krefelder Kanu Klub. "Nebenbei" holte sich Conny Dauben in der Wertung der 'NRW-Meisterschaft' den 3. Platz.
 
Senioren werden Sechster
Das Sen20180805 Haag Stefan in Sassenbergioren-Team erkämpfte sich mit Matthias Schierbaum  (17./2:27:59), Stefan Haag (Foto) (24./2:31:18), Mathias Hölscher (31./2:35:59) und Jan Timo Lischka (40./2:43:05) in der Tageswertung einen hervorragenden 6. Platz unter den 18 Teams. Die SG Witten konnte somit den 5. Platz in der Abschlusstabelle verteidigen. Alle Beteiligten waren sich einig darüber, dass die Bildung einer Startgemeinschaft aus PV-Triathlon Witten und Triathlon TEAM Witten gelungen ist und auch 2019 fortgesetzt werden sollte. "2019 legen wir noch einen drauf", freute sich Stefan Bachmayer auf die nächste Saison.
 
Dritter Start der Masterliga – Wittener Männer werden 6. von 27 Mannschaften

Nachdem die Masterliga schon in Bonn und Indeland auf der Strecke war, ging es diesmal ins Münsterland zum 31. Sassenberg Triathlon. Nicht nur die äußeren Bedingung waren mit trockenem und sonnigem Wetter bei allerdings knapp unter 30° C gut, auch die Organisation und Stimmung war hervorragend.

Nachdem schon die Volksdistanz und die Mitteldistanz in das badewannenwarme Wasser (26,4° C) des Feldmarksees gerannt waren, wurde der aktuell sehr beliebte „Rolling Start“ durchgeführt, bei dem alle 3 Sekunden 5 Athleten vom Strand ins Wasser rennen, gingen nach den Seniorinnen und Senioren die Master an den Start. Nach der Hälfte der Schwimmstrecke war ein kleiner Landgang über den Strand zu absolvieren, der den Puls für gewöhnlich ordentlich nach oben schiessen läßt.

20180805 Bierey Brüchert Pastor AepfelbachFür die SG Triathlon Witten gingen dieses Mal Didi Bierey, Nils Brüchert-Pastor und Tim Aepfelbach an den Start. Bierey kam als erster des Trios aus dem Wasser, dicht gefolgt von Brüchert-Pastor. Beide nahmen dann fast gleichzeitig die zwei flachen Radrunden über insgesamt 44 km in Angriff. Aepfelbach folgte mit etwas Abstand aus dem See und schob sich nach einer Radrunde an Brüchert-Pastor vorbei. In dieser Reihenfolge gingen die Wittener Master auch auf die zwei Laufrunden, die durch einen schattigen Wald und um den Feldmarksee. Bei der Durchquerung eines Campingplatzes warteten schon von den Campern aufgebaute Duschen auf die Wettkämpfer.
Nach seinem starken Radsplit ließ Didi Bierey jedoch auf der Laufstrecke nichts mehr anbrennen und kam als 5. nach 2:24:53 ins Ziel. Tim Aepfelbach schob sich mit einer starken Laufleistung auf den 23. Platz und überquerte nach 2:35:10 die Ziellinie. Nils Brüchert-Pastor rundete das gute Mannschaftsergebnis ab und finishte als 39. noch in der erste Hälfte des Feldes nach 2:41:37 mit drei sehr ausgeglichenen Teildisziplinen.
Damit platzierten sich die Mannen der SG Witten auf den Tagesrang 6, behielten aber den zweiten Platz in der Tabelle unter 28 Mannschaften. Den Tagessieg holte sich der ASV Köln vor dem SSF Bonn 1. Showdown ist am 2. September in Xanten. Damit kam das Team der SG Witten auf den hervorragenden 6. Tabellentagesplatz von 27 Mannschaften.
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1. Triathlon Bundesliga: Finale Phase startet in Tübingen am Sonntag

Am kommenden Sonntag (05.August) geht es für die Wittener Teams zum vorletzten Wettkampf der 1. Bundesliga in Tübingen. Das Rennen über die Sprintdistanz (750/20/5) ist nun schon zum vierten Mal in der Bundesliga dabei und hat sich mittlerweile sowohl durch seine anspruchsvollen, winkligen Strecken sowie der tollen Stimmung in der Innenstadt einen Namen gemacht. Besonders letztere wollen auch die Wittener Athletinnen und Athleten nutzen, um noch einmal anzugreifen, wie der Teamleiter der Damen Richard van Dissen erklärt: „Bei den Damen möchten wir es dem Team aus Buschhütten möglichst schwer machen die Tabellenführung zu halten, Ziel für die Herren ist es, den vierten Platz in der Tabelle weiter zu verteidigen.“ Sowohl die Damen als auch die Herren gehen entsprechend in Topbesetzung an den Start.

Dorka PutnockiFür die SG Triathlon Witten setzt van Dissen auf die bisher in dieser Saison überzeugende Anja Knapp, die beiden Ungarinnen Zsofia Kovacs, die ihren Ausstieg von Münster vergessen machen will und Dorka Putnóczki, die in 2017 schon den 15. Platz in Tübingen belegte sowie Charlotte McShane. Letztere gibt dieses Jahr ihr Debüt in der Bundesliga, war aber 2017 die Nummer 11 der World Triathlon Series und ist somit eine Kandidatin für den Einzelsieg.

Bence LehmannBei den Männern setzt Teamleiter Matthias Bergner ebenfalls auf ein starkes internationales Team. Angeführt von den beiden ungarischen Brüdern Csongor und Bence Lehmann sollen  Morten Hansen aus Dänemark, Jonathan Wayaffe aus Belgien und Lukas Engelbrecht versuchen den vierten Platz zu verteidigen. Alle Athleten haben zuletzt in verschiedenen ETU Cups bewiesen, dass sie momentan gut in Form sind, zuletzt konnte etwa Csongor Lehman den 3. Platz beim Junior European Cup in Tartur belegen.

Die Starts für beide Rennen sind am frühen Nachmittag (14.00 Uhr Frauen/ 15.45 Uhr Männer), sodass mit großer Hitze zu rechnen ist. Hier hoffen die Teamleiter darauf, dass alle Wittener Athletinnen und Athleten gut mit diesen momentan extremen Bedingungen zurecht kommen und die anspruchsvollen Ziele erreichen können.

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Neubau Nachtigallbrücke bremst Ruhrtalmarathon - Königsdisziplin 'Marathon' entfällt 2018, Halbmarathon wird zum 20 km-Lauf

So herrlich der Weg des Ruhrtalmarathon in den letzten 11 Jahren ab dem Stahlwerk von Friedr.Lohmann und vorbei an Haus Kemnade, Haus Herbede und später über die Nachtigallbrücke zur  Zeche Nachtigall und Schloß Steinhausen war, so sehr schränkt der Neubau der Nachtigallbrücke die Laufwege der jährlich rund 500 Teilnehmer in diesem Jahr ein.
Aufgrund der geplanten Sperrung nach den Sommerferien bis in den November konnte trotz intensiver Prüfung durch Ausrichter PV2014.09.27 Ruhrtalmara Start Marathonis 2web-Triathlon Witten keine Umgehungsstrecke gefunden werden, um 2018 die Königsdisziplin, den Marathon, durchzuführen.
"Sehr sehr schade, aber dennoch glauben wir, mit einem 20 km-Lauf und dem bisherigen Programm des 10 km-Laufes für Läufer und Nordic-Walker, der Staffeln von 3 x 3,7 km und dem 1 km-Lauf ein attraktives Angebot für den 29. September zu schaffen. Als Laufstrecke rückt der Kemnader Stausee verstärkt in den Mittelpunkt", informiert Steffi Meckel aus dem Orga-Team des PV. "Die Erfahrung zeigt, dass sich viele Läufer/innen gerne für die 10 km-Strecke und den Halbmarathon angemeldet hatten, aber es ist natürlich schade, wenn der Marathon in diesem Jahr ausfallen muss." 
Startzeiten verschieben sich leicht
Die Startzeiten sind nun um 9:00 Uhr für den 20 km-Lauf geplant. Um 11:30 Uhr gehen die Teilnehmer über 3,7 km als Einzel- oder Staffelläufer (männlich, weiblich, mixed) in der Wertung 'U16/Ü16' ins Rennen.
Der Startschuss für den 10 km-Lauf fällt um 12:30 Uhr für Läufer und Nordic-Walker und zehn Minuten später (12:40 Uhr)gehen die 1 km Schülerläufe ins Rennen. 
Im Zielbereich warten natürlich wieder Würstchen, Kuchen und Getränke auf Teilnehmer und Besucher. 
 
Online-Anmeldung ist geöffnet
Um den Aufwand einer Nachmeldung am Veranstaltungstag möglichst gering zu halten, ist eine online-Anmeldung auf der homepage des PV-Triathlon freigeschaltet. Nachmeldungen sind aber auch noch bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Start möglich. Alle Infos unter www.triwit.de und weiter unter "Veranstaltungen" oder telefonisch unter 0 23 02 - 87 86 28, die Online-Anmeldung ist unter https://my3.raceresult.com/98504/ freigeschaltet.
Der PV bietet zudem an, sich durch Teilnahme an den PV-Lauftreffs auf den Ruhrtalmarathon vorzubereiten. Sie finden montags ab Parkplatz Nachtigallstraße, mittwochs ab Parkplatz Hammerteich  - jeweils um 18:45 Uhr - und freitags ab Parkplatz Friedr.Lohmann (Ruhrtal 2) um 18:30 Uhr statt.
 
Der Weihnachtslauf, eine weitere Großveranstaltung für Läufer/innen, startet übrigens am 09. Dezember in der Wittener Innenstadt.
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Ironman Hamburg wurde zum Duathlon - PV-Trio am Start, Hawaii-Ticket nicht gelöst

Die große Hitze über Deutschland zeigt überall Wirkung - auch beim Ironman in Hamburg. Aufgrund der dauerhaft hohen Luft- und Wassertemperatur hatten sich in der Alster Blaualgen gebildet. Die ausgeguckte 3,8 km lange Schwimmstrecke fiel sozusagen ins Wasser, der Ironman wurde zum Duathlon. Betroffen waren auch Tillmann Goltsch, Till Pastor und Till Schaefer vom PV-Triathlon Witten.

20180729 Schaefer Till ironman Hamburg 3Till Schaefer war mit dem Vorsatz nach Hamburg gereist, seine ironman-Bestzeit zu knacken und das Ticket für den legendären Hawaii-Ironman zu lösen. Für die erste Triathlondisziplin hatte der PVler bereits eine Zeit von rund 53 Minuten geplant - in Hamburg wurde jedoch das Schwimmen umständehalber durch eine 6 km lange Laufrunde ersetzt. Da Till Schaefer als recht guter Schwimmer im Langdistanzbereich zum einen natürlich viel Kraft und Zeit in das Schwimmtraining gesteckt hatte, zum anderen erst im April deutscher Duathlon-Meister in seiner Altersklasse geworden war, hielten sich Enttäuschung und vorsichtiger Optimismus die Waage. 

Ab 7:10 Uhr starteten die Altersklassenathleten mit 10 Minuten Abstand zum Profifeld am Jungfernstieg zur kurzen läuferischen Einstiegsrunde. Till Schaefer hielt sich optimal an die Vorgaben und wechselte bereits nach 23:38 Minuten aufs Rad. Dort musste der PVler auf den ersten 40 bis 50 km erstmal viele Mitstreiter überholen, die sich viel zu weit vorne eingereiht hatten. Großes Pech: Auf einer holprigen Kopfsteinpflasterpassage löste sich sein Radcomputer samt Wattanzeige, so dass der PVler nun weitgehend auf sein Körpergefühl hören musste. "Das schien aber recht gut zu sein, denn ich konnte in beiden 89 km langen Radrunden nahezu dieselbe Geschwindigkeit fahren", so der mehrfache Ironman im Rückblick.

Nach der ersten Runde im knapp 39er Schnitt kam jedoch von Betreuer Sven Bergner die Info, schneller zu fahren - obwohl sein Vereinskamerad bis dahin nur von einem Konkurrenten überholt worden war, selbst aber sehr viele andere Radfahrer eingesammelt hatte. Dementsprechend erhöhte Schaefer sein Tempo. Die zweiten 90 km fuhr er sogar komplett alleine, auf dem Deich weitgehend ohne Sichtkontakt zu vor oder hinter ihm fahrende Aspiranten. Zeit blieb für die Ernährung - am Ende des zweiten Rennabschnitts hatte Schaefer 14 Gels und 5 Flaschen Getränke zu sich genommen. Belohnt wurde der PVler mit einer für ihn grandiosen Radzeit von 4:36 Stunden, mit der er von Platz 19 knapp an die Top10 in seiner Altersklasse vorfahren konnte.

Nach dem zweiten Wechsel ging es an den abschließenden Marathon. Die erste Halbmarathondistanz lief Schaefer 'mit angezogener Handbremse' in einem Schnitt von 4:25 min/km, um nicht zu viele 'Körner' zu verbrauchen und auf der restlichen Strecke noch einzubrechen. Leider wurde sein Rhythmus dann doch durch einen Toilettengang und Bauchmuskelkrämpfe unterbrochen. Der PVler gab nicht auf. Bei Kilometer 25 die ernüchternde Nachricht, ab sofort alles zu riskieren. Till Schaefer kämpfte - auch getragen von dem begeisterten Hamburger Publikum - weiter, wohlwissend, dass es in einem Ironman immer wieder Höhen und Tiefen gibt. Tatsächlich brachen auch vor ihm liegende Konkurrenten ein und der PVler lief auf Platz 5 vor. Bis zum Ziel konnte lediglich ein Konkurrent noch vorbeiziehen, so dass der PVler am Ende mit einer Marathonzeit von 3:12:46 Stunden in 8:19:10 Std. auf dem 38. Platz gesamt und als Sechster von 214 Startern in der Ak 30–34 ins Ziel lief. Hochgerechnet mit Schwimmen wäre es eine Zeit um 8:49 Stunden und damit eine Verbesserung seiner Langdistanzzeit um 25 Minuten gekommen (IM Frankfurt 2017: 9:14 Stunden). Bei einer Schwimmzeit von 53 Minuten hätte es im Vergleich zu den vor ihm Platzierten zu Platz 3 gereicht. "Ein Wahnsinnsergebnis! Ich bin sehr stolz darauf und freue mich besonders, dass ich meine Renntaktik so konsequent umgesetzt habe", jubelte Till Schaefer im Ziel.

Leider kehrte schnell auch wieder Ernüchterung ein: in der Altersklasse gab es nur drei Slots für Hawaii. Da beim ironman-Frankfurt in diesem Jahr 11 Berechtigte ihren Hawaii-Platz nicht annahmen und somit der an der 18. Stelle Platzierte überrascht die Fahrkarte nach Hawaii entgegennehmen konnte, bestanden noch Hoffnungen. Diese wurden in Hamburg leider nicht belohnt. "Die Jungs, die die Slots bekommen haben, haben sie sich an diesem Tag definitiv verdient und ich wünsche ihnen ein Superrennen auf Big Island", zeigt Till Schaefer nochmal Größe. "Ich werde meinen Traum nicht aufgeben und das Ziel Kona auch erreichen", so sein fester Vorsatz.
Gut lief es auch für Tillmann Goltsch als 46. seiner Altersklasse mit einer Gesamtzeit von 9:12:19 Std. und Till Pastor in 10:39:27 Std. als 150. seiner Altersklasse.
  1. Deutsche Post Ladies Run in Dortmund machte Spaß!
  2. Anke Libuda trotzt der Hitze: 64,8 km beim 6-Stunden-Lauf in Bönen
  3. Heike Risse Fünfte beim Rheinufer-Halbmarathon Duisburg - Platz 2 in der W50 und neue persönliche Bestzeit
  4. Volkstriathlon: Ingelore Köster Erste W70 in Münster - Julia Rudack Dritte über Kurz

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