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Triathlon

Martin Herrmann beendet Triathlon-Karriere - definitiv letzten Wettkampf auch gewonnen

Herrmann Martin web229 Jahre Triathlonerfahrung, aber einmal muss auch Schluss sein. Martin Herrmann, der vermutlich dienstälteste aktive Triathlet von Witten und darüber hinaus, ging am vergangenen Wochenende zum letzten Mal an den Start eines Triathlon.
Den Triathlonsport erlebte der Wittener aus den Anfängen. 1987, der PV-Triathlon Witten hatte seine Geburt zwei Monate zuvor erlebt, meldete sich Martin Herrmann bei seinem PV an. Einfach war die Gratwanderung zwischen Beruf als Postbote mit einem 40-Stunden-Job, Familie als Ehemann, Vater und Opa und dem Hobby Triathlon nie. In der Vorbereitung zu einem ironman kamen da schnell mal 20 bis 25 Stunden Training pro Woche zusammen. Um Zeit zu sparen, nahm der PVler nicht selten sein Essen auf dem Rad zu sich. Martin Herrmann jedoch zählte auch in den nicht immer ganz einfachen Zeiten seines PV zu den Stützen des Vereins und gilt nach wie vor als Vorbild für Trainingsfleiß und Hilfsbereitschaft. Kaum ein Triathlet aus der Ruhrstadt und darüber hinaus verfügt über eine ähnliche Erfahrung, die ihn bis nach Hawaii, aber auch regelmäßig an die Startlinie des Wittener Zwiebelsacklaufes, führte.
Immer wieder hatte er sich die Frage gestellt: "Warum tu' ich mir das wieder an, obwohl ich schon beim letzten und vorletzten Rennen sagte, nie wieder?" 2014 ging es in Frankfurt das letzte Mal über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Der PVler ließ sich dazu sogar seinen Spitznamen "Alter Sack" auf den Triathlon-Einteiler drucken. Jetzt rundete ein Start in der Mainstadt über die Sprintdistanz (750/27/5) die Triathlon-Karriere von Martin Herrmann ab. Triathlon hat sich in den 30 Jahren etabliert - in Frankfurt gingen 1200 Starter bei 28 Grad und Sonne ins Rennen. Die Wassertemperatur betrug 22,5 Grad, also durfte kein Neoprenanzung getragen werden. Für die 750 m lange Schwimmstrecke brauchte Martin Herrmann 15:53 min., 27 km Rad waren in einer Zeit von 49:32 min. zurückgelegt und die abschließenden 5 km lief der PVler in 24:16 min. Wie so oft in seinem Leben lief der PVler als Sieger seiner Altersklasse über die Ziellinie. In Frankfurt wurde Martin Herrmann 45. gesamt und Sieger der M60 in 1:35:15 Std., sein  Vorsprung auf den Zweitplatzierten betrug über sechs Minuten.
"Das Enkelkind fordert jetzt aber auch seine Zeit mit seinem Opa. Vielleicht ab und zu noch ein paar Läufe", legt Martin Herrmann die Prioritäten neu fest. Seinen Neoprenanzug hat er bereits im PV weitergegeben, aber für für den Venlo-Halbmarathon am 26. März 2017 ist das Wittener Triathlon-Urgestein zusammen mit seiner ebenfalls sportbegeisterten Frau Bärbel bereits angemeldet. Ganz ohne Sport geht es auch nicht.

Triathlon Sassenberg: PV entführt zwei Vizemeister-Titel in die Ruhrstadt

Schwalbe Melanie 2016 links

Sassenberg bildete am vergangenen Wochenende als Austragungsort der NRW-Meisterschaft und des Militär-Triathlon-Cups der Nabel der NRW-Triathlon-Welt Mit den beiden Athletinnen Melanie Schwalbe und Julia Rudack war der PV-Triathlon Witten bei diesen Meisterschaften gut vertreten.

Melanie Schwalbe, hauptberuflich Soldatin, startete im Rahmen des Internationalen Militär Cups.Ihre Erwartungen auf einen vorderen Platz hatte die PVlerin nicht hoch angesetzt, da gesundheitliche Probleme ihr Training seit längerem gebremst hatten und auch nur zwei Regionalliga-Starts in diesem Jahr in der Regionalliga über die Sprintdistanzen (500/20/10) auf dem Haben-Konto standen. Der Militär-Cup führte über die deutlich längere Kurz-Distanz (1,5/44/10).
Für die 1,5 km lange Schwimmstrecke im Feldmarksee brauchte Melanie Schwalbe 23:49 Minuten. Nach einem schnellen Wechsel ging es auf die 44 km lange flache und windige Radstrecke - genau nach dem Geschmack der PVlerin. Nach der zweiten Radrunde merkte sie jedoch deutlich den Trainingsrückstand und verlor etwa 2 bis 3 Minuten im Vergleich zur ersten Hälfte. Dennoch war Melanie Schwalbe mit der Zeit von 1:20:56 Stunden - immerhin die zweitschnellste Radzeit der Militär-Cup-Teilnehmerinnen - sehr zufrieden.
Der abschließende anspruchsvolle 10,5km-Lauf führte über wellige Waldwege mit vielen Kurven. Melanie Schwalbe holte die letzten Reserven raus und finishte mit einer Laufzeit von 48:50 min. und einer Gesamtzeit von 2:36:23 Stunden. Überglücklich konnte die PV-Athletin bei der Siegerehrung den Pokal der Zweitplatzierten des Internationalen Militär-Triathlon-Cups entgegen nehmen.
Julia Rudack wird NRW-Vizemeisterin
Julia Rudack ging in der Wertung der NRW-Meisterschaft an den Start. Die amtierende Deutsche- und NRW-Duathlonmeisterin musste dazu die Disziplin 'Schwimmen' in das Wettkampfprogramm aufnehmen. Nach 1,5 km kletterte Julia Rudack mit einer Zeit von 28:08 min. an Land und überquerte mit den weiteren Splitzeiten von 1:25:28 Std. und 52:04 min. schließlich mit einer Gesamtzeit von 2:49:50 Std. als Siebte gesamt und Zweite der W25 die Ziellinie.
Anne Wilner und Klaus Bockholt rundeten mit ihren Plätzen 2/W50 (2:59:37) und 18/M45 (3:03:16) über die normale Kurzdistanz-Wertung die Erfolge des PV-Triathlon ab.

Rotterdam: Nora Hansel wird Fünfte der WM

Hansel Nora RotterdamWMHighlight Triathlon-Weltmeisterschaft, Nora Hansel kehrte eine Woche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft traurig, aber letztendlich zufrieden mit dem 5. Platz aus Rotterdam zurück. Über weite Teile des Para-Triathlon lag die Athletin vom PV-Triathlon Witten in der Klasse PT3 auf einem Medaillenrang, die Entscheidung fiel beim abschließenden 5 Kilometerlauf.
Mit einer nahezu perfekten Schwimmleistung kletterte Nora Hansel als Erste der PT3-Gruppe (mittelschwere Behinderung) aus dem Wasser. Gegenüber der Australierin Sally Pilbeam verlor die PVlerin jedoch in der Wechselzone zuviel Zeit und ging mit 30 Sekunden Rückstand auf die anspruchsvolle Radstrecke über 19,6 km mit nicht weniger als 105 Kurven durch die City von Rotterdam. Nora Hansel hielt jedoch die zweite Position sowohl auf die Führende wie zu Platz 3. Auch nach dem Wechsel winkte immer noch eine Medaile, betrug der Rückstand auf die Führende zwar 40 Sekunden, der beruhigende Vorsprung aber zum Bronze-Platz über eine Minute. Dann der GAU, die Französin Manon Genest überholte nach nur 900 m und verwies die PVlerin auf Platz 3. Nach weiteren 1,5 km zog die zweite Australierin Kerryn Harvey vorbei und auf dem letzten Kilometer reichte die Irin Crolin O'Leary die Wittenerin zu Platz 5 durch. Trotz einer mit 26:25 min. gegenüber 2015 deutlich schnelleren Laufleistung war einfach nicht mehr drin. Das Rennen in der PT3 gewann am Ende Manon Genest mit der insgesamt drittschnellsten Laufzeit des Tages bei den Frauen (19:46) vor Sally Pilbeam und Kerryn Harvey. "So richtig kann ich die Geschehnisse in Rotterdam noch nicht in Worte fassen. Insgesamt bin ich zufrieden, aber um langfristig bei einer WM wieder aufs Treppchen zu kommen, muss ich mich im Laufen deutlich steigern. Das wird jetzt meine Aufgabe für den Winter", blickt Nora Hansel schon wieder nach vorne.
 

Jan Stratmann finisht Eurocup in Malmö auf Platz 12

Top-Triathleten kommen weit in der Welt rum. So auch Jan Stratmann vom PV-Triathlon Witten. Seine Starts im Eurocup führen ihn nach Malmö in Schweden und Tønsberg in Norwegen. Das Nachwuchstalent aus den Reihen des PV ging in den Farben der Deutschen Triathlon Union DTU in Malmö über die Sprintdistanz (750/20/5) auf die Jagd nach Punkten für die Eurocup- und Weltcup-Wertung.
PV-Nachwuchstalent auf Nord-Tour - nächster Start in Tønsberg/Norwegen
Stratmann Jan Malmoe 2
Die Bedingungen waren nicht einfach: die Schwimmstrecke führte über 750 m durch die bewegte Ostsee bei einer Wassertemperatur von 20,8 Grad - ohne Neopren. Stürmischer Wind bei Außentemperaturen von 17 Grad begleitete das Starterfeld von 60 internationalen Athleten auf der 20 km langen Radstrecke, die zudem zu einem Drittel aus Kopfsteinpflaster bestand, bevor es auf die abschließende 5 km lange Laufstrecke ging. Das schlechte Wetter hatte zudem noch eine Karte in der Hinterhand: zwei Minuten vor dem Start setzte strömender Regen ein. Doch Triathleten sind hart im Nehmen, so auch Jan Stratmann. Der PVler  fand auf den ersten 100 m eine Lücke, um sich weit vorne zu platzieren. Wenn auch rhythmisches Schwimmen in der bewegten Ostsee nicht möglich war, kam das PV-Talent bereits auf Platz 10 aus dem Wasser und nahm das Radrennen nach einem schnellen Wechsel in einer ersten Verfolgergruppe auf. Tatsächlich gelang es ihm, die Gruppe mit der Spitzengruppe zusammen zu fahren. Auf der Laufstrecke hängten sich gleich fünf Konkurrenten hinter den schnellen PVler. Im Zielspurt fehlte vielleicht ein Quentchen Kraft, aber dennoch holte Jan Stratmann Platz 12 als viertbester Deutscher in 56:52 min. nur eine Sekunde hinter Ian Manthey (Bromelain-POS Team Saar). Der Sieg ging an Justus Nieschlag (Lehrter SV) in 56:02 min. vor dem Belgier Christophe de Keyser (56:10).
Stratmann Jan Malmoe
Bereits am nächsten Wochenende steht der nächste Europacup an - dieses Mal geht Jan Stratmann in Tønsberg/Norwegen an den Start.
 

Triathlon über drei Nordsee-Inseln. Nils und Wiebke finishen Red Bull Tri Island

Bruechert Pastor Nils PVWettkämpfe, die sich Nils Brüchert-Pastor aussucht, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht 'von der Stange'. So auch am vergangenen Wochenende: der Athlet vom PV-Triathlon Witten startete zusammen mit seiner Vereinskollegin Wiebke Kämpfer beim zweiten Red Bull Tri Island Triathlon. Austragungsorte waren die Nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr und Sylt.
Gestartet wurde bei blauem Himmel und Sonnenschein um 9 Uhr mit einer drei stündigen Wattwanderung über 13 Kilometer von Föhr nach Amrum. Im Anschluss an eine kleine Stärkung fiel der Startschuss für 500 Teilnehmer: schwimmend ging es zurück von Amrum nach Föhr durch die offenen Nordsee über 3,3 Kilometer. Sind 3,3 Kilometer schon nicht ohne, so verlangte am Ende der Strecke eine sehr starke Seitenströmung nochmal alles ab. Am Strand von Dagebühl auf Föhr angekommen wurden die Triathleten von den jubelnden Zuschauern den Strand hochgescheucht - die nächste Etappe über 41 km auf dem Rad stand auf dem Programm. Kleines Malheur für Nils Brüchert-Pastor, er musste 'mal eben' einen Plattfuß beheben. Hoher Zeitdruck entstand zusätzlich dadurch, dass der PV-Athlet spätestens um 17 Uhr wieder in der Wechselzone sein musste.
Nach dem zweiten Wechsel ging es nicht wie bei einem Triathlon üblich direkt auf die Laufstrecke. Die Teilnehmer bestiegen stattdessen erstmal Speedboote mit jeweils 12 Plätzen, die sie in der Reihenfolge ihrer Ankunft aufnahmen und innerhalb von 15 Minuten  nach Sylt übersetzten. Wegen der Tiden legte das letzte Speedboot pünktlich um 17 Uhr ab - nur 430 Athleten schafften diesen harten Cutt-Off. So auch Nils Brüchert-Pastor, trotz Reifenpanne. Die letzten Körner gingen für den abschließenden Lauf über 11 Kilometer über weite Teile durch den Sand der Insel Sylt bei brütender Hitze drauf.
Am schnellsten schaffte es auch diesmal wieder der Vorjahressieger Jonas Schomburg von SC Hannover, dicht gefolgt von Sebastian Kienle vom Team Red Bull. Nils Brüchert-Pastor feierte mit diesem besonderen Triathlon nicht nur seinen Geburtstag, sondern auf den Tag genau sein 10jähriges Triathlon-Jubiläum. Ziemlich erschöpft, aber zufrieden, überquerte der PVler nach 3:52 Stunden als 233. die Ziellinie am Strand auf Sylt. Eine halbe Stunde nach ihm kam seine Vereinskameradin Wiebke Kämper ebenfalls sehr glücklich ins Ziel.
Zurück nach Föhr ging es dann mit dem Partyschiff MS Koi für die 430 glücklichen Finisher, auf der es noch bis 3 Uhr morgens hoch herging.
Link zur Veranstaltungsseite: http://www.redbull.com/de/de/adventure/events/1331718597227/red-bull-tri-islands
  1. Meldung vom Tage: Bundesliga Herren Platz 8, Frauen Platz 15 in Tübingen, Nora Hansel wird Fünfte der WM in Rotterdam, PV-Jugend bei DM in Nürnberg
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  3. Oldies but goldies: Ingelore und Martin in Münster auf dem Podest
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