AVU...PV Triathlon Athleten sammeln Kilometer in der Sonne
Regen und Kälte sind zwei Wettereigenschaften, die Triathleten gar nicht liegen. Aus diesem Grund suchten
Paul Bürger, Oliver Strankmann und Christian Thomas schon früh im Jahr auf Mallorca nach besseren Trainingsbedingungen um wichtige Grundlagen auf dem Rad zu schaffen. „Schon zum dritten Mal schlugen wir unsere Zelte in Sant Elm auf. So hatten wir optimale Voraussetzungen, da wir alle Trainingsstätten schon kannten und von Anfang an unser geplantes Programm absolvieren konnten“, erzählt Christian Thomas. Vom 13.2. bis 25.2. absolvierten die drei Starter der Triathlon – Bundesligamannschaft des AVU…PV Triathlon Teams viele Kilometer auf dem Rad und streuten bereits die ersten schnellen Einheiten im Schwimmbecken und in den Laufschuhen ein. „Nach drei Tagen mit etwas Regen, pendelte sich das Wetter bei Sonne und 15 bis 16 Grad ein. Für diese Jahreszeit gute Voraussetzungen auch die Königsetappe über den Col de Soller und den Puig Major zu bewältigen“, berichtet Paul Bürger nach dem äußerst gelungenen Trainingslager.

Das Super-Resultat über eine Langdistanz in diesem Jahr fehlte Conny Dauben noch: Mit dem Ziel, ihre guten Leistungen in 2010 nach zwei Top-Platzierungen mit einem Platz unter den Top Five abzuschließen, bestieg die Ausdauerspezialistin aus dem AVU Team des PV-Triathlon Witten den Flieger nach Australien, um beim letzten Ironman des Jahres zu starten. Conny Dauben hatte im April, ebenfalls in Australien, bei einem Ironman den 6. Platz errungen und konnte sich im Juli über den 4. Platz in Korea freuen. Der Ironman Western Australia in Busselton bot alle Voraussetzungen: "Der Kurs auf dem Rad und dem Marathon war flach, leider windanfällig und nett warm, das Teilnehmerfeld mit der Favoritin Rebekah Keat international besetzt", berichtet Conny Dauben, "ein Platz unter den Top Fünf und eine Zeit unter 10 Stunden wären auf jeden Fall drin gewesen." Es kam anders als geplant: "Nach 1:07 Std. im Wasser, ich war beileibe nicht schnell genug und einer verbesserungswürdigen 5:26 Std.-Zeit auf dem Rad bin ich den Marathon mit dem Ziel von 3:20 Std. angegangen. Irgendwann war der Stecker raus, am Ende lief ich den Marathon nach 3:43 Std. in Ziel und die Uhr blieb bei 10:21:52 Std. stehen. Eine Erklärung für meine Leistung habe leider selber nicht. Aber neues Jahr, neues Glück", so das Fazit von Conny Dauben in Moll mit einer Prise Optimismus.
Eine lange und erfolgreiche Saison liegt wieder hinter den Athleten des PV-Triathlon Witten - mittlerweile starten im Erwachsenenbereich 50 Triatletinnen und Triathleten insgesamt acht Ligen, die der PVT aufstellt, und absolvieren dabei 40 Wettkämpfe. Grund genug, die Saison gemeinsam ausklingen zu lassen.
Top-Bedingungen für einen ironman im November? Dafür muss ein Triathlet schon weit reisen, jedoch ohne dadurch wettermäßig auf der sicheren Seite zu sein. Dies mußte auch Marcus Ziemann vom PV-Triathlon Witten feststellen. Nach zwei schweren gesundheitlichen Schlägen hatte sich der Ausdauersportler den ironman in Arizona zum Ziel gesetzt: "Mir blieben leider nur fünf Wochen zur Vorbereitung, so dass das Finishen klar im Vordergrund stand, wenn das Ziel überhaupt zu erreichen war." Die fünf Wochen plante Marcus Ziemann bis zur letzten Minute, um Training, Regeneration und das normale Leben unter einen Hut zu kriegen. Als Hawaii-ironman 2009 konnte er dabei auf eine gehörige Erfahrung zurückgreifen. Doch die erhofften Wetterbedingungen trafen nicht ein: "Die Woche vor dem Wettkampf herrschten hier Top Bedingungen mit warmen Temperaturen. Beim Wettkampf selbst wurde es für die 2800 Teilnehmer jedoch schwer. Eine Wassertemperatur von nur 16,1 Grad im Tempe Town Lake machten das Schwimmen zum Kraftakt." Marcus Ziemann hatte erst nach 1:13 Std. wieder trockenen Boden unter den Füßen, Kälte, Regen und vor allem Sturm machten die anschließenden 180 km auf dem Rad äußerst ungemütlich. Trotzdem konnte Marcus Ziemann mit einer Radzeit von 5:40 Std. viele Plätze gutmachen. "Der Marathon wurde dann nach 7 km zur Tortour und an Laufen war nicht mehr zu denken. Da aber nach den gesundheitlichen Rückschlägen eh nur das Finishen im Vordergrund stand, machte ich aus der Not eine Tugend und walkte den Rest gesund und glücklich ins Ziel - die Uhr blieb nach 13 Stunden und 29 Minuten für mich stehen."
Den widrigen Wetterbedingungen zum Trotz starteten beim Waldlauf im Dorneywald auch Kinder des PV-Triathlon-Witten - mit Erfolg: Felice Gerards benötigte für die 1.100 Meter lange Strecke 4:08 Minuten und gewann somit das Rennen in der Altersklasse W9. Lediglich sechs Sekunden später erreichte auch ihre Vereinskameradin Rena Siepmann als Zweitplazierte die Ziellinie (s. Bild).