Hückeswagen Triathlon
Noch vor den Landesligisten des PVT, die in der Sprintversion unterwegs waren, sind Anne und Willi Wilner sowie Silke Wienforth am Samstag morgen zur NRW-Meisterschaft im Mitteltriathlon über 2 km Schwimmen, 74 km Rad (bergig) und 21 km Laufen gestartet. Bei bestem Sommerwetter und wunderschöner Landschaft reichte es zwar nicht zu Höhenflügen, aber mit den Ergebnissen 6. (Silke Wienforth) und 7. (Anne und Willi Wilner) in der jeweiligen Altersklasse am Ende der Saison läßt es sich auch gut leben. Zu Höhenflügen reichte es leider nicht in der Landesliga der Herren. Tim Klauke hatte dabei mit dem Sieg den Grundstein fuer einen Erfolg gelegt, nachdem er nach 58:18 min. ueber die Ziellinie gelaufen war. Uwe Bandmann folgte in 1:01:23 Std. und kurz hinter ihm Jonas Loef in 1:01:39 Std., Nis Bergner rundete das gute Abschneiden der PVler mit einer Zeit von 1:07:41 Std. ab. Dann jedoch der Schock: "Unsere Jungs stiegen mit sehr guten Zeiten aus dem Wasser und ließen ein gutes Ergebniss erhoffen. Dies konnte durch 2 rote Karten beim anschließendem, sehr harten Radfahren leider nicht bestätigt werden. Schlußendlich bestätigte Tim Klauke seine sehr gute Form und finishte als Erster über die Sprintdistanz. Durch die Disqualifizierung bekamen wir zweimal Platz 94 angerechnet und so wurden wir mit der Mannschaft 18.", so Nils Bruechert-Pastor.

Im Rahmen des Weltcup-Triathlons der ITU im 800km entfernten Kitzbühel startete jetzt Rica Pukropski vom PV-Triathlon Witten mit weiteren 600 Jedermänner/-frauen über die Sprintdistanz: "8.30 Uhr fiel der Startschuss im 19 Grad warmen Schwarzsee. Nach guter Schwimmzeit ging es dann 18 km in die Berge und zurück. Nach unfallfreier Rückfahrt wechselte ich auf die provilierte Laufstrecke, davon 2,5 km bergauf und erreichte glücklich, aber geschafft nach 1:16:48 Std. das Ziel", berichtet die PV-Triathletin, die Siebte der Weiblichen Jugend wurde. Zwei der Starter zogen jedoch die besondere Aufmerksamkeit auf sich: Ex-Radprofi Jörg Jaschke und der deutsche Formel1-Fahrer Nico Rosberg, der mit einer tollen Leistung bei seinem ersten Triathlon viele verblüffte - und auch einen Kampfrichter, der ihn fast disqualifizierte. Mit vollem Elan radelte Nico Rosberg in die Wechselzone, öffnete seinen Helm allerdings zu früh und bekam dafür von Kampfrichter Franz Peer eine Verwarnung. Der Offizielle meinte: "Bei einem Formel1-Rennen kann er auch nicht in der vorletzten Runde den Helm runter nehmen." Von einer Disqualifikation sah der Kampfrichter aber ab, "das wäre dann doch zu viel gewesen. Er bekam die gelbe Karte und schaffte mit einer Zeit von 2:07:32 Stunden eine Top-Leistung. Dem sympathischen und redseligen Nico selbst verschlug es nach dem Zieleinlauf die Stimme: "Auf den letzten fünf Kilometern hatte ich keine Energie mehr. Unglaublich, dass sich Leute das antun können." Jörg Jaksche holt Rang 6 ueber die Olympiadistanz (1,5 km Schwimmen, 40,8 km Radfahren, 10 km Laufen) mit einer Zeit von 1:54,38 Stunden: "Und das, obwohl ich bis zur ersten Boje als Brustschwimmer unterwegs war. Aber beim Radfahren und Laufen lief alles perfekt", sagte der in Kitzbühel lebende Deutsche.