Manuela Close (PV) finisht Hawaii nach hartem Kampf
Schlechten Tag erwischt, bekannt schwere Bedingungen, fantastisches Finish - der Triathleten-Traum, einmal den ironman auf Hawaii zu absolvieren, war für Manuela Close letztendlich auch ein Wechselbad der Gefühle. Die Athletin vom PV-Triathlon Witten war mit dem Wunsch in die Südsee gereist, ein schnelles Rennen zu absolvieren.
Schon ihre Paradedisziplin Schwimmen wurde zu einem gehörigen Kraftakt, zu dem Kampf gegen die 3,8 km lange Strecke kam hoher Wellengang sowie eine starke Strömung. Mit dem Gefühl, die Strecke eine Woche zuvor locker und ohne Swimsuit in 1:07 Std. geschwommen zu haben, sollte es am großen ironman-Tag nur eine Zeit von 1:10 Std. werden. Hinzu kam die "Waschmaschine", in der sich die Teilnehmer im dichten Starterfeld mit viel 'Gehaue und Kräftemessen' behaupten mussten. Schnell unterwegs schwamm die PVlerin zudem in die langsameren der 10 Minuten zuvor gestarteten Männer hinein. "Leider konnte ich meine Leistungen nicht abrufen, die sich in den Tagen zuvor sehr positiv dargestellt hatten. Um es auf den Punkt zu bringen, ich habe einen der schlechten Tage erwischt, auch das gehört dazu."
Auf dem Rad lief es dann jedoch erstmal sehr gut für Manuela Close. Mit den zum hohen Tempo passenden Wattzahlen absolvierte die Wittenerin die ersten 50 Kilometer recht zügig. "Doch dann, ab km 50, kam wie aus dem Nichts so ein Gegenwind auf, wie ich es noch nie erlebt habe." Da waren sie also auch noch, die Mumuku Winde von Hawaii, die sich selbst auf geraden Passagen im kleinen Kettenblatt kräfitg bemerkbar machten "Ich hätte heulen können, denn Wind ist gar nicht so meins."Die PVlerin malte sich in Gedanken aus, wie es mit Rückenwind zurück nach Kona ging. Es blieb bei der schönen Vorstellung, denn auch dieser Wunsch sollte sich nicht erfüllen. Von der Stadt Hawi folgten zwar 30 sehr schnelle Kilometer, die aber die mit äußerster Vorsicht gefahren werden mussten, da Mumuku Wind mitunter urplötzlich ins Rad fegen können. Den Aerolenker konnte Manuela Close daher nicht nutzen, sondern hielt den Oberlenker gefaßt und fuhr mit voller Konzentration. Andere Teilnehmer hatten weniger Erfolgt, es passierten einige schwere Stürze bei dieser Abfahrt und nicht jeder konnte das Rennen fortsetzen.
Zum großen Leidwesen von Manuela Close blies auf dem ganzen Weg zurück nach Kona der Gegenwind 'volles Rohr'. Durch die große Belastung meldeten sich außerdem noch schlimme Krämpfe in den Füßen, Waden und Adduktoren. "An diesem Punkt bin ich mental zerbrochen, was sich mehr als deutlich an der Radzeit von 6:50 Std. erkennen lässt", erinnert sich die Triathletin.
In Kona angekommen ließ die Vorstellung, jetzt noch einen Marathon zu laufen, den Glauben an einen erfolgreichen Abschluss des ironman beträchtlich sinken. Die Krämpfe begleiteten die PVlerin weiterhin treu und hartnäckig und senkten ihre Laufleistung auf einen Wechsel zwischen 100 m Laufen und 600 m Gehen ab. Der Zuspruch einer Bekannten, die wie aus dem Nichts plötzlich an ihrer Seite war und eine Pause mit Verpflegung trugen dazu bei, dass Manuela Close den Marathon über 30 km im Wander- und 12 km im Lauftempo absolvierte. "DNF" (did not finish) kam jedoch nicht in Frage, egal in welcher Zeit, die PVlerin wollte unbedingt Finishen und sich die Medaille um den Hals mir hängen lassen. Endlich, nach fast 14 Stunden erreichte Manuela Close die Palani Road, die Zuschauer trugen sie die letzte Meile ins Ziel.
"Nie habe ich eine Ziellinie so emotional, so voller Anerkennung von den Zuschauern und mit so viel Gebrüll erlebt, als wäre ich als Erste ins Ziel gekommen. Das ist es, was das Finih hier in Kona so unvergesslich macht", blieb die letzte Erinnerung ausgesprochen emotional. Die Uhr blieb bei 14:00:52 Std. stehen - absolut zweitrangig nach diesem Tag

Wetter gut, Strecke gut, Zeiten gut, alles gut - Ralf Wolff und Uli Pfalz hatten die 42,195 km lange Strecke des Baldeneysee-Marathon unter ihre Füße genommen. Zwei Runden um den größten Ruhrstausee im Herzen des Ruhrgebiets waren zu absolvieren. Während Ralf Wolff nach 3:24:11 Std. als 26. der M50 ins Ziel lief, holte sich Uli Pfalz mit Halbmarathon-Splitz von 1:48 Std. und 2:02 Std. in schnellen 3:51:10 Std. Platz 22. der M50.
Ein Gezeitenlauf fehlte Anke Libuda noch in ihrer reichhaltigen Sammlung ungewöhnlicher Läufe und so fuhr die ausdauernde Athletin vom PV-Triathlon Witten bis zur Nordsee nach Otterndorf. Überraschung schon vor dem Start: alle Teilnehmer erhielten eine Veranstaltungstasse und eine Dose eingelegte Heringe als Geschenk. Zudem versprach Veranstalter TSV Otterndorf von 1862 e.V. in seiner Ausschreibung "Jeder kann innerhalb von 6 Stunden im Rahmen seines Leistungsvermögens laufen." Über Leistungsvermögen verfügt die Ultraläuferin bekanntlich im überdurchschnittlichen Maße, so dass Anke Libuda gleich mal 60 km anvisierte.
Wettkampf mit ihrem relativ jungen Hund für den Short-Run über 2,5 km angemeldet. "Ich hatte Sorge, dass Mila noch nicht richtig läuft, da es im Training noch nicht so gut geklappt hatte. Was für eine Überraschung! Mila ist toll gelaufen und hat sogar sehr gut gezogen", freut sich die PV-Athletin.
ie Athletin vom PV-Triathlon Witten. Ein Blitz löste kurz darauf sogar einen Stromausfall aus, die gerade noch erleuchtete Wechselzone lag schlagartig im morgendlichen Dunkeln. Im Neopren gekleidet hieß es für die Starter, einen 1,5 km langen Fußweg zum Schwimmstart zu absolvieren, nach wie vor von Blitz und Donnerschlag über dem offenen Meer begleitet. Nur kurz blieb die Zeit zum Einschwimmen, da alle das Wasser schnell wieder wegen des nächsten heraufziehenden Gewitters verlassen mussten. "Längst war die offizielle Startzeit vorbei, alle warteten, wie es nun weitergeht", berichtet Meike Hoffmeister.