Anke Libuda (PV) läuft 323 Kilometer in fünf Tagen
323 Kilometer zu Fuß in fünf Tagen - Anke Libuda schrieb wieder mal 'Ausdauer' besonders groß. Die erfahrene Triatletin und Ultraläuferin vom PV-Triathlon Witten startete zusammen mit 40 Gleichgesinnten beim Barbarossalauf in Hessen. "Der Lauf führte über einen der ältesten und schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Die beiden ersten Etappen beinhalteten anteilsmäßig die meisten Höhenmeter. Hinzu kam eine besondere Herausforderung, den richtigen Weg zu finden, da die Strecke größtenteils auch noch über nicht erkennbare Trailpfade mit Brenneseln und Brombeerranken führte. Rückblickend war der zweite Tag auch für mich der schwerste", berichtet Anke Libuda.
Einfacher wurde es am dritten Tag von Rotenburg nach Eschwege über 59 km, dieser Streckenabschnitt verlief immer wieder auf Radwegen. "Die vierte Etappe Eschwege - Sondershausen war mit 81 km die längste, für mich aber auch die schönste. Ich bin im Vergleich zu den drei vorherigen Distanzen fast komplett allein gelaufen und habe die Strecke, die Ruhe und die Landschaft einfach nur genossen", schwärmt Anke Libuda. Auf der letzten Etappe mussten die Teilnehmer zweimal den Kyffhäuser überqueren. Aufgrund der unübersichtlichen Streckenführung verlief sich die PV-Athletin jeweils im Abstieg: "Da die letzten 25 km aber nahezu flach waren, konnte ich fast alle Läufer wieder einsammeln, die mich überholt hatten, während ich auf der falschen Strecke unterwegs war."
Da der Lauf doch einigen Teilnehmern zugesetzt hatte, erreichten nur 33 der 41 gestarteten Läufer das Ziel. Anke Libuda belegte mit einer Gesamtlaufzeit von 40:48 Stunden hinter Kristina Tille (35:37 Std.) und Katja Blättler (37:25 Std.) den dritten Platz bei den Damen und in der Gesamtwertung Platz 15 "Der Weg war das Ziel, Zeiten und Plätze spielten, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle", so Anke Libuda.

