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News

Anke Libuda lief 325 Kilometer in fünf Tagen von Berlin nach Usedom

Der Weg war das Ziel - angewendet auf Anke Libuda, Wittens aktuell beste Ultraläuferin, war es ein ausgesprochen weiter Weg. Die Athletin vom PV-Triathlon Witten erlebte ihr läuferisches Sommer-Highlight auf dem Weg von Berlin nach Usedom an der Ostsee - zu Fuß. Als Strecke diente der überwiegend gut zu belaufende Radfernweg, auf dem an fünf aufeinanderfolgenden Tagen insgesamt 325 Kilometer gelaufen wurden. Tagsüber laufen, übernachtet wurde in Turnhallen, das Erinnerungen an ein Sommerlager mit einer Großfamilie weckte. "Der Muskelkater wurde jeden Tag mehr, daher war es gut, dass nach fünf Tagen Schluss war, aber in dieser Zeit sind Läufer und Helfer zu einer Familie zusammengewachsen", beschreibt Anke Libuda ihre Laufwoche.
Libuda Anke Berlin Usedom 
70 Teilnehmer machten sich am 24. Juli im Lustgarten in Berlin Mitte auf zum ersten Etappenziel, dem 62,6 Kilometer entfernten Hubertusstock am Werbellinsee. Für Anke Libuda war es erst die zweite Teilnahme am einem Mehrtageslauf, so dass sich die PVlerin entschied, sicherheiteshalber am ersten Tag erst einmal in einer größeren Gruppe mitzulaufen, um mich mit der Wegmarkierung - kleine rote Pfeile an Laternenpfosten, rote Stoffbänder an Ästen und manchmal auch gelbe Sprühpfeile auf dem Boden - vertraut zu machen, die aufmerkmerksam im Blick behalten werden mussten. Nach 20 Kilometern zog sich die Gruppe jedoch auseinander und Anke Libuda lief fortan ihr Tempo überwiegend alleine durch die schöne Landschaft. Nach 6:22:24 Stunden hatte Anke Libuda ihr Tagesziel erreicht und belegte den zweiten Platz bei den Damen.
Am nächsten Morgen ging es weiter ins 65,7 Kilometer entfernte Prenzlau. Die Hitze auf der Strecke machte allen Teilnehmern auf dem kilometerlangen Weg durch Felder und entlang von Landstraßen zu schaffen. Anke Libuda endete der Lauf-Tag nach 6:57:54 Stunden, womit sie auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigte.
Eggesin war das Ziel der 66,2 Kilometer langen dritten Etappe durch die nördliche Uckermark hinein nach Mecklenburg Vorpommern. Es war etwas kühler als am Vortag, so dass Anke Libuda wieder ein bisschen Gas geben konnte und nach 6:55:42 Stunden erneut auf Platz zwei einlief. "Zudem hatte ich mir eine zweite Trinkflasche eingepackt - man lernt ja immer noch dazu - und goss mir, sobald die Sonne brannte, immer wieder Wasser über den Kopf", verriet die PVlerin ihre Vorgehensweise.
Am vierten Tag wurde endlich die Insel Usedom betreten, deren namensgebende Stadt auch das Ziel der mit 70,4 Kilometer längsten Etappe darstellte. Damit änderte sich auch das Wetter: 10 Kilometer, bevor die Brücke über den Peenestrom erreicht wurde, begann es stark zu regnen und die anfängliche Freude über die Abkühlung verflog schnell, als die Kleidung durchnässt war und die Füße aufweichten. Zu allem Überfluss wartete auf die Teilnehmer im Ziel eine nur lauwarme Dusche. Für Anke Libuda machte sich nun die Regenjacke bezahlt, die sie am Morgen noch schnell in den Laufrucksack gesteckt hatte. Bis auf ein Blase am Zeh kam sie gut auf die Insel und erreichte das Ziel nach 7:27:12 Stunden auf dem vertrauten zweiten Platz. Mittlerweile hatte die PVlerin über eine Stunde Vorsprung auf die dritte Läuferin herausgelaufen. Damit war auch klar, dass in der Gesamtwertung nichts mehr anbrennen würde.
Die Schlussetappe führte für die verbliebenen 55 Läufer über 59,3 Kilometern durch die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin und durch den hügeligen und bewaldeten Norden der Insel bis in den Badeort Karlshagen. Hier blieb die Uhr für Anke Libuda nach 6:15:39 Stunden stehen. "Nach einem kurzen Verschnaufer im Ziel bin ich, wie die meisten Läufer auch, erstmal zu einem kurzen Bad in die Ostsee gesprungen - Handtuch und Schwimmbrille hatte ich dazu am letzten Verpflegungspunkt deponiert".
Während es im Verlauf der Renntage immer wieder Verschiebungen auf den Plätzen drei bis sechs gab, liefen die Siegerin Antje Müller aus Leipzig und Anke Libuda ein ziemlich konstantes Rennen und verteidigten ihre Platzierungen über alle Tage. Den dritten Rang sicherte sich schließlich die Lokalmatadorin Grit Seidel aus Berlin auf dem von vorne bis hinten perfekt organisierten Lauf. "Ein Paar Läufer treffe ich ja schon bald wieder bei der 100 km DM in Leipzig am 20. August. Jetzt aber erstmal kurz regenerieren", freut sich Anke Libuda über ihren Erfolg.

DM in Nürnberg: PV-Nachwuchs misst sich mit den Besten Deutschlands

Ende Mai hatten acht Nachwuchsathleten vom PV-Triathlon Witten das begehrte Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Nürnberg gelöst, jetzt kehrten die PVler beeindruckt von einem großen Wettkampf in die Ruhrstadt zurück. Die Meßlatte lag natürlich sehr hoch beim Aufeinandertreffen der Besten der Besten in der Stadt an der Pegnitz.
Geschwommen wurde im Dutzendteich, nach Einschätzung von Steffi Meckel, die mit der Familie den Wettkampf von Sohn Max verfolgte, wäre die Bezeichnung "Entenpfuhl" treffender gewesen. Für die Jugend B betrug die Schwimmdistanz 400 m, gefolgt von 10 km auf dem Rad und 2,5 km auf der Laufstrecke. Für das beste Ergebnis sorgte Rena Siepmann mit Platz 20. Die PVlerin brauchte insgesamt 34:56 min. (5:51/16:20/10:03). Neun Sekunden hinter ihr finishte Hanna Rose auf Platz 24 in 35:04 min. (6:09/15:57/10:09). Ähnlich gut im nationalen Vergleich schnitt Luca Fahrenson ab: im Ziel gehörte dem PVler Platz 22 mit einer Zeit von 33:29 min. (6:46/15:06/8:38). Max Meckel erwischte zwar nicht seinen besten Tag, rundete aber mit Platz 38 in 34:18 min. das gute Abschneiden des PV-Triathlon in der Jugend B ab. Mit den Ergebnissen trugen Luca Fahrenson zu Platz 6 des NRW-Teams und Max Meckel zu Platz 9 in der Landeswertung bei. Mit Platz 1 gewannen die besten NRW-Athletinnen die Landeswertung.
DM Jugend in Nürnberg2016 
Für die Junioren galten die Distanzen 750 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen. Tim Siepmann, einer der Top-Nachwuchsathleten vom PV-Triathlon, war zwar vor Ort, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht starten, Katharina Krüger musste ihren Wettkampf nach dem Radfahren abbrechen. So lag es in Händen von Lina Völker, die PV-Farben im NRW-Landeskader zu vertreten. Die PVlerin setzte dann auch im Ziel mit dem fünften Platz ein Ausrufezeichen: 750 m Schwimmen absolvierte die Athletin in 10:20 min., 20 km Rad waren nach 31:07 min. geschafft und den abschließenden 5 km-Lauf absolvierte Lina Völker in 18:43 min. mit einer Gesamtzeit von 1:02:48 Std. Mit dem besten Ergebnis in der Team-Wertung trug die PVlerin außerdem wesentlich zu dem vierten Platz in der Landeswertung bei.

Triathlon über drei Nordsee-Inseln. Nils und Wiebke finishen Red Bull Tri Island

Bruechert Pastor Nils PVWettkämpfe, die sich Nils Brüchert-Pastor aussucht, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht 'von der Stange'. So auch am vergangenen Wochenende: der Athlet vom PV-Triathlon Witten startete zusammen mit seiner Vereinskollegin Wiebke Kämpfer beim zweiten Red Bull Tri Island Triathlon. Austragungsorte waren die Nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr und Sylt.
Gestartet wurde bei blauem Himmel und Sonnenschein um 9 Uhr mit einer drei stündigen Wattwanderung über 13 Kilometer von Föhr nach Amrum. Im Anschluss an eine kleine Stärkung fiel der Startschuss für 500 Teilnehmer: schwimmend ging es zurück von Amrum nach Föhr durch die offenen Nordsee über 3,3 Kilometer. Sind 3,3 Kilometer schon nicht ohne, so verlangte am Ende der Strecke eine sehr starke Seitenströmung nochmal alles ab. Am Strand von Dagebühl auf Föhr angekommen wurden die Triathleten von den jubelnden Zuschauern den Strand hochgescheucht - die nächste Etappe über 41 km auf dem Rad stand auf dem Programm. Kleines Malheur für Nils Brüchert-Pastor, er musste 'mal eben' einen Plattfuß beheben. Hoher Zeitdruck entstand zusätzlich dadurch, dass der PV-Athlet spätestens um 17 Uhr wieder in der Wechselzone sein musste.
Nach dem zweiten Wechsel ging es nicht wie bei einem Triathlon üblich direkt auf die Laufstrecke. Die Teilnehmer bestiegen stattdessen erstmal Speedboote mit jeweils 12 Plätzen, die sie in der Reihenfolge ihrer Ankunft aufnahmen und innerhalb von 15 Minuten  nach Sylt übersetzten. Wegen der Tiden legte das letzte Speedboot pünktlich um 17 Uhr ab - nur 430 Athleten schafften diesen harten Cutt-Off. So auch Nils Brüchert-Pastor, trotz Reifenpanne. Die letzten Körner gingen für den abschließenden Lauf über 11 Kilometer über weite Teile durch den Sand der Insel Sylt bei brütender Hitze drauf.
Am schnellsten schaffte es auch diesmal wieder der Vorjahressieger Jonas Schomburg von SC Hannover, dicht gefolgt von Sebastian Kienle vom Team Red Bull. Nils Brüchert-Pastor feierte mit diesem besonderen Triathlon nicht nur seinen Geburtstag, sondern auf den Tag genau sein 10jähriges Triathlon-Jubiläum. Ziemlich erschöpft, aber zufrieden, überquerte der PVler nach 3:52 Stunden als 233. die Ziellinie am Strand auf Sylt. Eine halbe Stunde nach ihm kam seine Vereinskameradin Wiebke Kämper ebenfalls sehr glücklich ins Ziel.
Zurück nach Föhr ging es dann mit dem Partyschiff MS Koi für die 430 glücklichen Finisher, auf der es noch bis 3 Uhr morgens hoch herging.
Link zur Veranstaltungsseite: http://www.redbull.com/de/de/adventure/events/1331718597227/red-bull-tri-islands

Rotterdam: Nora Hansel wird Fünfte der WM

Hansel Nora RotterdamWMHighlight Triathlon-Weltmeisterschaft, Nora Hansel kehrte eine Woche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft traurig, aber letztendlich zufrieden mit dem 5. Platz aus Rotterdam zurück. Über weite Teile des Para-Triathlon lag die Athletin vom PV-Triathlon Witten in der Klasse PT3 auf einem Medaillenrang, die Entscheidung fiel beim abschließenden 5 Kilometerlauf.
Mit einer nahezu perfekten Schwimmleistung kletterte Nora Hansel als Erste der PT3-Gruppe (mittelschwere Behinderung) aus dem Wasser. Gegenüber der Australierin Sally Pilbeam verlor die PVlerin jedoch in der Wechselzone zuviel Zeit und ging mit 30 Sekunden Rückstand auf die anspruchsvolle Radstrecke über 19,6 km mit nicht weniger als 105 Kurven durch die City von Rotterdam. Nora Hansel hielt jedoch die zweite Position sowohl auf die Führende wie zu Platz 3. Auch nach dem Wechsel winkte immer noch eine Medaile, betrug der Rückstand auf die Führende zwar 40 Sekunden, der beruhigende Vorsprung aber zum Bronze-Platz über eine Minute. Dann der GAU, die Französin Manon Genest überholte nach nur 900 m und verwies die PVlerin auf Platz 3. Nach weiteren 1,5 km zog die zweite Australierin Kerryn Harvey vorbei und auf dem letzten Kilometer reichte die Irin Crolin O'Leary die Wittenerin zu Platz 5 durch. Trotz einer mit 26:25 min. gegenüber 2015 deutlich schnelleren Laufleistung war einfach nicht mehr drin. Das Rennen in der PT3 gewann am Ende Manon Genest mit der insgesamt drittschnellsten Laufzeit des Tages bei den Frauen (19:46) vor Sally Pilbeam und Kerryn Harvey. "So richtig kann ich die Geschehnisse in Rotterdam noch nicht in Worte fassen. Insgesamt bin ich zufrieden, aber um langfristig bei einer WM wieder aufs Treppchen zu kommen, muss ich mich im Laufen deutlich steigern. Das wird jetzt meine Aufgabe für den Winter", blickt Nora Hansel schon wieder nach vorne.
 

Bundesligafinale in Tübingen: PVT-Herren sichern den Klassenerhalt

Beim Saisonfinale der 1. Triathlon Bundesliga am gestrigen Sonntag in Tübingen konnten die Herren des PV-Triathlon Witten mit dem 8. Platz in der Tageswertung nicht nur ihr bestes Saisonergebnis feiern, sondern auch den, nach ihrem verunglückten Saisonstart akut gefährdeten, Klassenerhalt sichern. Deutlich schlechter lief es dagegen bei den Damen, die schon ersatzgeschwächt an den Start gehen mussten. Zudem stürzte Annika Vössing auf dem Rad und konnte das Rennen nicht beenden, wodurch es im Ziel nur zum 15. Platz reichte.

Dabei sah der Rennverlauf bei den Damen zu Beginn relativ gut aus. Sowohl Neiske Becks, Katharina Krüger als auch Annika Vössing gingen nach guten Schwimmleistungen im vorderen Mittelfeld auf die Radstrecke, nur Debütantin Vanessa Rösler hatte den Anschluss etwas verloren. Aufgrund des Sturzes von Annika Vössing, die sich glücklicherweise aber nicht schlimmer verletzte, musste sich Rösler dann allerdings durchkämpfen und finishte letztendlich auf dem 57. Platz. Besser lief es bei Becks und Krüger, die auf dem Rad den Anschluss halten konnte und nach soliden Laufleistungen die Plätze 41 und 51 belegten, womit Teamchef Matthias Bergner durchaus zufrieden sein konnte: „Es ist zwar schade, dass wir heute nicht an unsere sehr guten Leistungen aus den anderen Saisonrennen anknüpfen konnten, aber letztendlich sind wir mit dem Saisonverlauf bei den Damen zufrieden. Mit dem 11. Platz in der Abschlusstabelle sind wir nur ganz knapp an den Top 10 vorbeigeschrammt, was vorher unser Ziel war.“

Das Rennen bei den Herren zeigte zudem, dass auch diesse weiter vorne mitmischen können, als es bisher in der Saison der Fall war. Besonders Jan Stratmann erwischte dabei einen super Tag: „Schon bei der Auftaktidsziplin fühlte ich mich sehr stark und schwamm an Position zwei liegend um die Wendeboje. Nach ebenfalls sehr gutem Wechsel ging es dann auf dem vierten Platz liegend mit einer kleinen Spitzengruppe aufs Rad und wir machten richtig Druck“, so der junge Wittener nach dem Rennen. Leider blieb dieser Ausreißversuch, genauso wie ein weiterer Vorstoß mit Steffen Justus kurz vor dem Wechsel, allerdings ohne Erfolg, sodass Stratmann gemeinsam mit seinen Teamkollen Akos Vanek, Bence Lehman und Morten Hansen im großen Hauptfeld in die Laufschuhe wechselte. Am Ende hatte dann der Ungar Akos Vanek auf der sehr anspruchsvollen und verwinkelten Laufstrecke die schnellsten Beine aller PVler und lief als 26. ins Ziel, dicht gefolgt von Stratmann und Lehman auf den Plätzen 27. und 30. Das gute Teamergebnis komplettierte Morten Hansen auf dem 54. Platz, wodurch sich die PVT- Herren in der Gesamtwertung noch auf den 13. Platz nach vorne schoben. „Damit konnten wir den Abstieg erfolgreich abwenden“, freute sich Matthias Bergner nach einer anstrengenden Saison, die zwar nicht immer nach Wunsch lief, letztendlich aber doch versöhnlich endete.

Damen Bundesliga Tuebingen

  1. Meldung vom Tage: Bundesliga Herren Platz 8, Frauen Platz 15 in Tübingen, Nora Hansel wird Fünfte der WM in Rotterdam, PV-Jugend bei DM in Nürnberg
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