Anke Libuda lief 325 Kilometer in fünf Tagen von Berlin nach Usedom
Am nächsten Morgen ging es weiter ins 65,7 Kilometer entfernte Prenzlau. Die Hitze auf der Strecke machte allen Teilnehmern auf dem kilometerlangen Weg durch Felder und entlang von Landstraßen zu schaffen. Anke Libuda endete der Lauf-Tag nach 6:57:54 Stunden, womit sie auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigte.
Eggesin war das Ziel der 66,2 Kilometer langen dritten Etappe durch die nördliche Uckermark hinein nach Mecklenburg Vorpommern. Es war etwas kühler als am Vortag, so dass Anke Libuda wieder ein bisschen Gas geben konnte und nach 6:55:42 Stunden erneut auf Platz zwei einlief. "Zudem hatte ich mir eine zweite Trinkflasche eingepackt - man lernt ja immer noch dazu - und goss mir, sobald die Sonne brannte, immer wieder Wasser über den Kopf", verriet die PVlerin ihre Vorgehensweise.
Am vierten Tag wurde endlich die Insel Usedom betreten, deren namensgebende Stadt auch das Ziel der mit 70,4 Kilometer längsten Etappe darstellte. Damit änderte sich auch das Wetter: 10 Kilometer, bevor die Brücke über den Peenestrom erreicht wurde, begann es stark zu regnen und die anfängliche Freude über die Abkühlung verflog schnell, als die Kleidung durchnässt war und die Füße aufweichten. Zu allem Überfluss wartete auf die Teilnehmer im Ziel eine nur lauwarme Dusche. Für Anke Libuda machte sich nun die Regenjacke bezahlt, die sie am Morgen noch schnell in den Laufrucksack gesteckt hatte. Bis auf ein Blase am Zeh kam sie gut auf die Insel und erreichte das Ziel nach 7:27:12 Stunden auf dem vertrauten zweiten Platz. Mittlerweile hatte die PVlerin über eine Stunde Vorsprung auf die dritte Läuferin herausgelaufen. Damit war auch klar, dass in der Gesamtwertung nichts mehr anbrennen würde.
Die Schlussetappe führte für die verbliebenen 55 Läufer über 59,3 Kilometern durch die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin und durch den hügeligen und bewaldeten Norden der Insel bis in den Badeort Karlshagen. Hier blieb die Uhr für Anke Libuda nach 6:15:39 Stunden stehen. "Nach einem kurzen Verschnaufer im Ziel bin ich, wie die meisten Läufer auch, erstmal zu einem kurzen Bad in die Ostsee gesprungen - Handtuch und Schwimmbrille hatte ich dazu am letzten Verpflegungspunkt deponiert".
Während es im Verlauf der Renntage immer wieder Verschiebungen auf den Plätzen drei bis sechs gab, liefen die Siegerin Antje Müller aus Leipzig und Anke Libuda ein ziemlich konstantes Rennen und verteidigten ihre Platzierungen über alle Tage. Den dritten Rang sicherte sich schließlich die Lokalmatadorin Grit Seidel aus Berlin auf dem von vorne bis hinten perfekt organisierten Lauf. "Ein Paar Läufer treffe ich ja schon bald wieder bei der 100 km DM in Leipzig am 20. August. Jetzt aber erstmal kurz regenerieren", freut sich Anke Libuda über ihren Erfolg.

Wettkämpfe, die sich Nils Brüchert-Pastor aussucht, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht 'von der Stange'. So auch am vergangenen Wochenende: der Athlet vom PV-Triathlon Witten startete zusammen mit seiner Vereinskollegin Wiebke Kämpfer beim zweiten Red Bull Tri Island Triathlon. Austragungsorte waren die Nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr und Sylt.
Highlight Triathlon-Weltmeisterschaft, Nora Hansel kehrte eine Woche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft traurig, aber letztendlich zufrieden mit dem 5. Platz aus Rotterdam zurück. Über weite Teile des Para-Triathlon lag die Athletin vom PV-Triathlon Witten in der Klasse PT3 auf einem Medaillenrang, die Entscheidung fiel beim abschließenden 5 Kilometerlauf. 