Nils empfiehlt: 10. Run and Bike Team Marathon in Coburg
Nils Brüchert-Pastor testete den Marathon in Coburg - eine Lauf-Bike-Kombi-Team-Veranstaltung. Hier seine Eindrücke:Start war um 16:15 Uhr bei schwülwarmen 30°C, blauem Himmel und brennender Sonne. Der Veranstalter und viele Anwohner an der Strecke hatten extra zusätzliche Erfrischungsstände aufgebaut. Es ging über Asphalt, Schotter, Wiese, Waldböden bis hin zu Singeltrails.
Mein langjähriger Freund Mark Wildhöft hatte mir diese besondere Veranstaltung vorgeschlagen und so gingen wir beide mit etwas zu wenig Training als Team an den Start, er noch mit Jetlage von einer Reise und ich gerade aus der Rekonvaleszenz kommend.
Es musste immer einer Laufen, der andere war mit dem Fahrrad in der Nähe. Es konnte beliebig oft gewechselt werden, d.h. der Radfahrer fuhr dann kurz vor, stellte das Rad ab, hängte den Helm an den Lenker und wartete, dass der Läufer ihn abklatschte, um loszulaufen. Der nun neue Radfahrer pustete kurz durch, setzte den Helm auf, holte den Läufer ein und trank etwas und/oder füllte die Flaschen an den Verpflegungsstellen und feuerte den Läufer an, bis er selber wieder den Wechsel vorbereitete. Einige Anstiege waren jedoch so steil, dass der Radfahrer das Rad schieben musste und sich dadurch keine Erholung einstellen wollte.
Wir machten durchschnittlich alle 5 Minuten einen Wechsel, dies hing jedoch auch immer von der Topographie und unserer aktuellen Verfassung ab. Nach 3:31:54 Stunden kamen wir als 43igstes Team gesamt und 21. unserer AK (61 bis 93 Jahre, wobei wir zusammen 90 Jahre alt sind) ausgepumpt, aber mit sehr guter Laune ins Ziel, wo uns schon eine super Massage, gute Duschen und Hefeweizen erwarteten. Als Veranstaltung an sich und Koppeltrainig für Triathleten absolut empfehlenswert!

Für Pastor verlief seine erste Langdistanz zunächst voll nach Plan: "Ich hatte mir eine Schwimmzeit von ca. 1 h vorgenommen und kam auch genau nach dieser Zeit aus dem Wasser. Die erste Disziplin verlief also schonmal super", so der Wittener im Rückblick. Auf den 180 Kilometern mit dem Rad schlug sich Pastor ebenfalls sehr gut und konnte die zweite Disziplin nach 5:31 h hinter sich bringen. Danach ging es auf den gefürchteten Marathon, der auch für den Wittener zu einer schweren Aufgabe werden sollte: "Ungefähr bei Kilometer 25 hatte ich einen echten Tiefpunkt und mein Tempo fiel auf über 7 Minuten pro Kilometer. Glücklicherweise konnte ich mich, auch aufgrund der tollen Unterstützung durch die PVler an der Strecke, wieder fangen und mit 4:34 h noch einen ordentlichen Marathon Laufen".
Davon ist Till Pastor zwar ein großes Stück entfernt. Mit einer Zeit zwischen 10:30 und 11 Stunden hat der PVler aber dennoch eine respektable Zeit vor Augen. Die Marschrichtung ist klar: nach einer Stunde möchte Till Pastor auf dem Rad sitzen und die 180 km in 5:30 Std. fahren. Für den abschießenden Marathon sind 4 Stunden eingeplant - kalkuliert bei Temperaturen um 25 Grad. "Wenn es so heiß wie in Frankfurt wird, brauche ich länger", blickt Till Pastor zurück auf das letzte Wochenende, bei dem die PV-Vereinskameradinnen Meike Hoffmeister und Vanessa Rösler bei Temperaturen nahe 40 Grad mit Zeiten um 12:30 Std. bzw. 11 Std. finishten.
Marcus Ziemann war noch vor kurzem beim halben ironman, dem 70.3 Triathlon in Luxemburg gestartet. Trotz gesundheitlicher Probleme mit seinem Rücken startete der Weltreisende in Sachen Triathlon in Lux. Nach sehr gutem Schwimmen stieg der PVler auf Platz 4 liegend mit neuer Bestzeit nach 25:37 min. aus der Mosel. Die ersten 36 von 90 km auf dem Rad liefen ebenfalls hervorragend: Marcus Ziemann fuhr flach an der Mosel entlang mit einem Schnitt von etwas über 38km/h. Aufgrund der (zu) kühlen Temperaturen spürte er wieder Schmerzen im Rücken, musste Druck rausnehmen. Nach dem Laufen summierten sich die Schwimm-, Rad-, Laufzeiten 4:58 Std. In Roth hofft der PVler nun auf Wärme, um den ironman ohne Schmerzen zu finishen.
Frau aus dem Wasser steigen. Danach startete Hansel dann eine Aufholjagd, die sie bis zum EM Titel führt: „Während des Radfahrens konnte ich mich auf Platz 3 vorarbeiten und auch im Laufen konnte ich noch die Finnin Lilja einholen, sodass ich am Ende als zweite Frau der gesamten Startgruppe das Ziel erreichte.“ Nur die Niederländerin Van den Ouden hatte mehr als 5 Minuten Vorsprung vor dem gesamten Frauenfeld, da sie aber in der PT2 startet, war Nora Hansel in der Klasse PT3 mit einer Gesamtzeit von 1:26:07 h der Titel sicher.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte die PVlerin durch hartes Training bereits eine enorme Verbesserung im Freiwasserschwimmen erzielen. Insbesondere mit den letzten Wettkämpfen in der Regionalliga der Frauen in Kamen und beim Chiemsee-Triathlon über die olympische Distanz kam zudem eine gewisse Wettkampfhärte hinzu. Nicht unbegründet daher ihre Hoffnung, dass sich der Aufwärtstrend auch im Genfer See bemerkbar macht.