Sahara Marathon für die Saharawi
Kurz gesagt: der Marathon war für beide ein tolles Erlebnis und sie konnten ihr selbst gestecktes Ziel von 4:27 Stunden trotz teilweise sehr starken Gegenwinds, sengender Sonne, schwierigem Untergrund und jeder Menge Sand und Steine in den Laufschuhen gut erreichen. Sie waren im 127 starken Teilnehmerfeld (17 Frauen und 110 Männer) mit den Plätzen 6 (Laura) und 47 (Nils) sehr zufrieden und lobten die hervorragende Organisation unter diesen Bedingungen.Das Erlebnis Wüste war aber nach dem Marathon nicht zu Ende. Die beiden begeisterten Läufer lebten eine Woche in einer Saharawi-Familie und teilten sich mit ihr das Zimmer in einer Haima (eine Lehmhütte mit Blechdach). Nachts war es drinnen und draußen nur knapp über 0° C, Tagsüber 35° C und mehr mit teilweise Sandstürmen, die einem den Atem nahmen. Sie schliefen und aßen auf dem Boden, besuchten Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und das Kriegsmuseum und verbrachten den Nationalfeiertag mit vielen Paraden und Feiern dort. Was sie sahen, beeindruckte sie sehr. Zum einen sehr liebe, freundliche und fröhliche Menschen. Zum anderen bittere Armut, kein fliesendes Wasser und etwas Strom gibt es seit kurzem aus einigen Solarzellen. Die Bevölkerung ernährt sich seit 35 Jahren durch Essensrationen der UNESCO, die zwar satt machen, aber keine Vitamine enthalten, was zu Diabetes, Lungenentzündungen, Anämie und anderen Mangelerscheinungen führt; und das mit wenigen Medikamenten und nur 13 Ärzte für alle Bewohner der 5 Camps (im Vergleich wären das 8 Ärzte für ganz Witten, inklusive Krankenhäuser). Die Saharawi haben die höchste Alphabetisierungsrate in ganz Afrika und die Männer und Frauen, die den Tag mit langen Teezeremonien zu verkürzen versuchen, um die Langeweile zu überstehen, sind alle gut ausgebildete Rechtsanwälte, Ingenieure oder Buchhalter. Aber wie sollen sie mitten in der Wüste arbeiten und ein Leben aufbauen? Noch immer sterben Menschen durch Minen an der Mauer**, erst vor vier Monaten gab es das letzte Opfer dort zu beklagen.
Das Ehepaar Brüchert-Pastor hat dort neue Freunde gefunden und wird sich auf jeden Fall weiter für die Menschen dort engagieren, dankt im Namen der Saharawi den Spendern herzlich (der Adler-Apotheke und den Familien Aepfelbach, Bergner, Brüchert, Förster, Haugg, Jungermann, Korkmatz, Pagliereo, Pastor, Petra, Pitschack, Sekulic, Steinau, Trautmann, Voigt) und freut sich über jeden, der auch mal den Marathon dort laufen möchte. Sie geben gerne Informationen und sammeln weiterhin Spenden (www.helpedia.de/spenden-aktionen/saharamarathon2011).
* Die Frente Polisario (Frente Popular para la Liberación de Saguía el Hamra y Río de Oro, arabisch الجبهة الشعبية لتحرير الساقية الحمراء ووادي الذهب al-dschabha asch-scha’bīya li-tahrīr as-Sāqiya al-Hamrā’ wa-Wādī dh-Dhahab, dt. Volksfront zur Befreiung von Saguia el Hamra und Río de Oro, kurz Polisario).
** Marokko betreibt für 4 Millionen US$ am Tage eine 2.400 Km lange Mauer zwischen den Ländern, gespickt mit 9 Millionen Minen und bewacht von 120.000 Soldaten. Zum Vergleich: die innerdeutsche Mauer war nur etwa ein Viertel so Lang.

Bereits einen Tag vor dem Wettkampf in Löningen reiste Sven Bergner vom AVU…PV Triathlon Team nach Niedersachsen um am vergangenen Samstag bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften „im Feld der Cross – Elite nicht unterzugehen“, so Bergner. Der Rundkurs über 7 km und einer Gesamtstrecke von 10,3 km hatte es in sich. „Die Veranstalter haben sich größte Mühe gegeben einen kurven- und hindernisreiche Strecke zu gestalten, die den Läufern alles abverlangt“, beschreibt Bergner die selektive Streckenführung. Als letzter Lauf des Tages ging das Elitefeld an den Start. Zu Beginn hielt sich Bergner äußerst gut und konnte ein hohes Tempo gehen. „Relativ schnell merkte ich aber, dass es hart wurde. Ich bekam durch die kalte Luft Atemnot und fand keinen Rhythmus mehr. Erst zwei Runden vor Schluss legten sich die Probleme ein wenig und ich konnte Tempo aufnehmen“, berichtet der 26 – Jährige vom Verlauf des Rennens. Mit einer Zeit von 36:22 Min und Platz 40 zeigte sich Bergner nicht zufrieden: „Es zeigt mir mal wieder, dass Crossläufe unberechenbar sind. Die Erfahrungen in einem so harten Feld zu starten, möchte ich jedoch nicht missen. Allerdings freue ich mich umso mehr auf den Start der Triathlonsaison“, denkt Bergner schon an die kommenden Aufgaben in der Bundesliga.
Witten. "Ich starte hier schon zum vierten Mal, es ist für mich schon eine kleine Tradition. In diesem Jahr wird es besonders spannend, weil auch drei Kaderathleten vom Leichtathletikverband Rheinland Pfalz am Start sein werden", freute sich Til Erlemann auf die Herausforderung. Für seine Altersklasse Jugend B, die zwei Jahrgänge umfaßte, galt es, 400m zu schwimmen und in einer Laufhalle 2400m zu laufen. Til Erlemann sorgte jedoch schon beim Schwimmen für einen großen Erfolg: mit neuer Bestzeit von 5:07 min. konnte der junge PVler das Schwimmen als Erster beenden. Für den zweiten Teil des Wettkampfes, den 2400 m-Lauf, brauchte Til Erlemann 8:19 min. In der Addition beider Disziplinen bedeutete das den 1. Platz, sogar mit einem Vorsprung von 18 Sekunden - Til Erlemann zeigte zudem als jüngerer Jahrgang in seiner Altersklasse eine beachtliche Leistung. "Die lange Winterarbeit scheint sich auszuzahlen. Til kann mit einem guten Gefühl für die kommenden Aufgaben, unter anderem die Kadersichtung am 19.03.2011 in Witten, in die Saison gehen", freute sich auch Vater Jochen Erlemann.
Zeitgleich starteten auch die 'große' Schwester Lea und Mutter Gertraud beim Halbmarathon in Hamm, eine andere Art der Belastung für eine Triathletin: "Puuh, ich habe bei meinem ersten Halbmarathon gemerkt, dass 21 km doch sehr lang sein können. Bis Kilometer 13 lief alles nach Plan und dann stieg die Anstrengung beträchtlich", so Lea Erlemann. Nach 1:43:12 Std. überquerte die PVlerin die Ziellinie als Dritte der Weiblichen Jugend B zeitgleich mit Gertraud Erlemann, die mit diesem Ergebnis 8. der W45 wurde. "Da sind mir die Strecken im Triathlon von 750m schwimmen, 20 km radfahren und 5 km laufen doch wesentlich lieber", macht Lea Erlemann ihren sportlichen Schwerpunkt deutlich.
Switzerland 2010) und dem Langstrecken Weltrekordhalter im Schwimmen Christof Wandratsch. "Das Abu Dhabi Traithlon Team glänzt durch Freundlichkeit, Professionalität und Triathlonbegeisterung. Das Training findet in Al Ain unter sehr guten Bedingungen, die auch das Hotel einschließen, statt. Es ist hier kein Problem, ungehindert über die Autobahnen durch die Wüste jeden Tag 100 - 130 km zu fahren. Das Tückische bei den hier herrschenden Temperaturen um 30 - 35 Grad und der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit ist aber, dass du nicht merkst, dass du schwitzt. Vorsichtshalber sorge ich beim Wettkampf für zusätzliche Getränke", sieht der sportbegeisterte Mediziner die Gefahr der schleichenden Dehydrierung. Neben den geforderten Trainingseinheiten waren aber auch die medizinischen Fachkenntnisse und Fähigkeiten gefragt: Nach zwei Unfällen mit Schlüsselbeinbruch und bei verschiedenen Erkrankungen im Camp kam Dr. Roman Leischik als Mediziner in der Betreuung des Trainingscamps zum Einsatz - nicht ohne 'Folgen': "Unabhängig vom Rennen werde ich in Zukunft kostenlos die Trainingscampbetreung gewährleisten und mit meiner Praxis offizieller sportmedizinischer Partner in kardiologisch-internistischen Fragen des Abu Dhabi Triathlon Teams", freut sich Roman Leischik darauf, Sport und Medizin auch zukünftig unter einen Hut zu bringen. "Samstag hoffe ich, dass nur der Sport zählt, ich erwarte eine begeisterte Kulisse mit ca. 1500 Teilnehmern auf allen Distanzen."
Am vergangenen Wochenende konnte Danny Friese, Neuzugang in den Reihen den Triathlon – Bundesligamannschaft des AVU…PV Triathlon gleich zweimal jubeln. Zunächst wurde er vom Nordkurier als Talent des Jahres ausgezeichnet. „Für mich bedeutet diese Auszeichnung eine Menge. Es bedeutet einen weiteren Schritt Richtung Hochleistungssport und gibt mir weiteren Ansporn“, freut sich der 18 – jährige Kaderathlet der Deutschen Triathlon Union. Neben der Ehrung konnte sich Danny Friese dann auch noch über den Sieg beim Wintertriathlon in Neubrandenburg freuen. Nach nur 5:53 Minuten beendete Friese die 500 m Schwimmen um dann auf dem Rad und mit schnellster Laufzeit deutlich der Konkurrenz die Hacken zu zeigen. Mehr als 4 Minuten Vorsprung sprechen eine deutliche Sprache. „Es lief wirklich gut. Vor allem beim Laufen konnte ich meine Stärken ausspielen“, berichtet Friese. Mit Sven Bergner ist am kommenden Wochenende ein weiterer Athlet des AVU…PV Triathlon Teams am Start. Ihm reichen aber die Laufschuhe, bzw. Spikes. „Ich werde in Löningen in Niedersachsen meine Crosslauferfahrungen in diesem Winter abrunden und an den Start der deutschen Meisterschaften gehen“, berichtet Bergner. Der 26 – jährige tritt über 10,3 km gegen die besten Crossläufer Deutschlands an und wird versuchen im 130 Läufer starken Feld „nicht ganz unterzugehen“, beschreibt Bergner die große Herausforderung.