Anke Libuda läuft in Bertlich persönliche Bestzeit über 21,1 km
Die Bertlicher Straßenläufe standen für zwei Bestmarken: der Veranstalter konnte die 100. Auflage seiner Laufveranstaltung feiern und Anke Libuda vom PV-Triathlon Witten erzielte eine persönliche Bestzeit über die Halbmarathondistanz. Mit 21,1 km betrug die Strecke für die Ultraläuferin 'nur' rund ein Zehntel der Strecke, die sie noch vor wenigen Wochen bei der Europameisterschaft im 24-Stunden-Lauf mit 217 km zurückgelegt hatte. Gerne nahm die PVlerin in Bertlich die Unterstützung ihres Vereinskameraden Tillmann Goltsch in Anspruch, der sie als 'Hase' begleitete und gleichmäßig hohes Tempo vorlegte . "Für Tillmann war es nur ein regenerativer Lauf. Mein Puls lag dafür bei 190", berichtet Anke Libuda. Die Anstrengung lohnte sich: Anke Libuda lief mit einer Zeit von 1:36:15 Std. in persönlicher Bestzeit und Siegerin der W35 ins Ziel. Für Tillmann Goltsch reichte sein 'Regenerationslauf' immerhin noch für den 2. Platz in der M35 - der PVler hat für 2016 eine Bestzeit von 1:14:01 Std. stehen und belegt damit in der von Uli Sauer geführten inoffiziellen Wittener Rangliste hinter seinem Vereinskameraden David Schönherr (1:11:01 Std.) den zweiten Platz über die Halbmarathondistanz. Als Dritter im Bunde finishte Frank Schwarz in 1:48:41 Std. als 21. der M50.
Aber auch die Ergebnisse der weiteren PVler über die kürzeren Distanzen konnten sich sehen lassen: Ulla Drozdowski lief nach einer kleinen Wettkampfpause in 27:58 min. auf den 2. Platz der W60 über 5 km und platzierte sich vor ihrem Sohn Florian, der in 28:36 min. auf Platz 5 der M30 einlief. Silke Wienforth wählte die 10 km-Strecke und verpasste nach einem guten Rennen in 49:47 min als Vierte W45 einen Treppchenplatz. Ihr folgte Hans-Peter Otto, der in 52:13 min. als 10. M55 das gute Abschneiden der PV-Athleten abrundete.![20161128 Libuda Anke in Bertlich]()


Das Feld der 2000 Läufer/innen musste dazu einen Rundkurs zweimal durchlaufen. Bei noch angenehmen Temperaturen führte der Weg auf der ersten Runde auf der gesperrten 8 km langen Uferstraße an alten, teils verfallenen kolonialen Villen entlang. "Es sah aus, als wenn die Zeit in den 50er Jahren stehengeblieben wäre und wir in einem Museum laufen würden", erinnert sich Andreas Giersberg. Die Marathonstrecke führte danach vom Wasser weg Richtung Stadtmitte, über kurze, aber steile Anstiege vorbei an wunderschönen Kirchen und vielen baufälligen Gebäuden zurück in die Altstadt zum Capitol. Hatten es die Halbmarathonläufer an dieser Stelle schon geschafft, ging es für die Marathonis auf die zweite Runde. "Es wurde eine Qual-Runde", berichtet Andreas Giersberg, "die Sonne brannte von oben, der Asphalt wurde weich. Für die Läufer wurde zudem nur noch eine Fahrbahn freigehalten. Neben hupenden Bussen und qualmenden Oldtimern blieb auf den Anstiegen kaum noch Luft zum Atmen." Völlig erschöpft kam Andreas Giersberg schlieißlich in 4:09 Std. ins Ziel. "Die einzigartige Atmosphäre mit den vielen freundlichen Menschen hat dafür gesorgt, dass der Lauf noch lange in guter Erinnerung bleiben wird", freut sich Andreas Giersberg über diesen besonderen Marathon.


