Nora Hansel ist Para-Triathlon-Europameisterin 2016

"Damit hab ich nicht gerechnet...", die Worte einer überglücklichen Nora Hansel. Die Athletin vom PV-Triathlon Witten hatte gerade in Lissabon ihren Titel als Para-Triathlon-Europameisterin 2016 verteidigt. Der Weg dahin war mühselig und nur mit großer Willenskraft zu schaffen: erst die Rückstufung in die Klasse P3, die nochmalige Steigerung des bisher schon umfangreichen Training, Verletzungspech, das u. a. eine Teilnahme beim Halbmarathon in Venlo unmöglich machte, dann der Start in Lissabon. Nora Hansel wollte ein Wörtchen um den Sieg mitreden, aber daran, dass es am Ende auch zum Titel reicht, wollte die erfolgreiche Athletin nicht glauben.
Das Schwimmen war wieder sehr schnell, doch zum ersten Mal gelang es Nora Hansel, als Erste aus dem Wasser zu kommen. Die Uhr hielt für die Schwimmstrecke eine Zeit von 14:17 min. fest. Die Grundlage für den späteren Sieg war gelegt. Beim Radfahren konnte die PVlerin ihren Vorsprung auf die Niederländerin Saskia van Ouden und die Russin Anna Plotnikova Runde für Runde auf der leicht welligen Strecke ausbauen. Insgesamt waren fünf Runden für die 20,5 km lange Radstrecke zu absolvieren.
Im Laufen konnte die Russin zwar noch 2 min aufholen, aber das Zeitpolster reichte. Erst auf dem letzten Laufkilometer wagte es Nora Hansel, daran zu glauben, dass es am Ende zur erneuten Titelverteidigung reichte.
Nächstes Ziel: die Weltmeisterschaft. Bis dahin wird die PV-Athletin alles tun, um ihre Laufleistung noch ein Stückchen zu verbessern.

Außer nach Gelsenkirchen, Hückeswagen und Olde zog es eine Gruppe Athleten vom PV-Triathlon Witten auch zum Triathlon nach Hagen. Die PVler hatten sich den Jedermann-Triathlon ausgesucht, wofür sie auch in der 26. Auflage nach dem 500m-Schwimmen im beheizten Hengsteysee-Freibad 23 km auf dem Rad an der Lenne entlang und 5 km im schnellen Lauf über zwei Laufrunden am See zurücklegen mussten.
Ein langes Lauf-Wochenende liegt vor allem auch hinter Andreas Giersberg. Der ausgewiesene Ultraläufer vom PV-Triathlon Witten ging gleich zweimal an den Start: am Samstagmorgen führte sein Weg über die 72,7 km lange Strecke des Rennsteiglaufs. Wenige Stunden nach seiner Rückkehr aus Eisenach schloss sich in Gelsenkirchen der Vivawest-Marathon an.
Wieder große Erfolge für die jüngsten Athleten des PV-Triathlon Witten: beim Schülertriathlon in Hückeswagen stand ein PV-Quartett bei der Siegerehrung gleich zweimal auf dem Treppchen. PV-Trainerin Rica Pukropski traf mit ihren jungen Schützlingen Emma und Matti Fahrenson, Laurin Hauck und Chiara Trotta nach Hückeswagen gereist und traf in einem gut besetzten Wettkampf auf namhafte Konkurrenz aus der Triathlonszene. Chiara Trotta ging bei ihrem ersten Triathlon überhaupt bei 15 Grad Außentemperatur um 8:30 Uhr über 50 m Schwimmen ins Wasser des Bürgerbades. Die PVlerin startete in der Gruppe 'Schüler C' der Jahrgänge 2007/08. Nach 1700 m auf dem Rad und einem Lauf über 400 m lief Chiara Trotta mit nur sechs Sekunden Rückstand auf die Zweitplatzierte Maja Langenbach vom Ejot Team TV Buschhütten und Jule-Sophie Kaps vom ATV Hückeswagen (9:49 min.) als Dritte in 10:12 min. über die Ziellinie. Matti Fahrenson als Jungjahrgang und Laurin Hauck, der ebenfalls seine Triathlon-Premiere beging, absolvierten die gleiche Distanz und holten sich in 9:21 min. bzw. 10:11 min. die Plätze 9 und 12. Emma Fahrenson dagegen dominierte das Feld der 12 Starterinnnen bei den Schülerinnen B (Jahrgang 2005/06). Nach 100 m schwimmen, 2600 m Rad und 1000 m laufen lief das PV-Talent mit 33 Sekunden Vorsprung vor Luise Reisinger (Hildener AT Triathlon/14:39 min.) und Vivien Gutscher (TSV Leverkusen/15:05) als Siegerin in 14:06 min. ins Ziel und konnte bei der Siegerehrung einen schönen Pokal entgegen nehmen.
Felice Gerards (Foto) sorgte für den zweiten Sieg des PV-Triathlon: In der Weiblichen Jugend B schwamm sie die 200 m in 4:36 min., fuhr die 5 km lange Radstrecke in 10:28 min. und lief die letzten 1000 m in 8:03 min. ins Ziel. Mit 23:05 min. gesamt wurde die PVlerin Erste in ihrer Altersgruppe vor Sina Luetke-Bornefeld (LTV/24:19) und Louisa Keil (Tri-As Hamm/24:53).




