Ironman Frankfurt, Landes- und Regionalliga Altena - sooo viel los am Wochenende
Über 2.500 Athletinnen und Athleten aus 51 Nationen werden die Herausforderung IRONMAN am 7. Juli 2013 in Angriff nehmen. 3,8 km Schwimmem, 180 km Rad fahren und der abschließende Marathon mit dem grandiosen Finish auf dem Frankfurter Römer liegen vor ihnen.
Zum ersten Mal in der zwölfjährigen Geschichte werden 106 Profi-TriathletInnen im Langener Waldsee das Rennen beginnen, 69 Männer und 37 Damen. Neben den Profis starten über 2.600 TriathletInnen aus 55 Nationen als Altersklassenathleten. Wie so oft, wenn es um großen Ausdauersport geht, sind auch Athleten des PV-Triathlon Witten am Start. In Frankfurt ist es gleich ein Quintett, das von Marwin Achenbach, Wolfgang Brozio, Forian Roth, Marlies Steffen und Nina Swetlik gebildet wird.
"Nach aller Erfahrung sind beim Startschuss am Langener Waldsee morgens um 06:45 Uhr bereits 15.000 Zuschauer dabei, um die Athleten anzufeuern", informiert Silke Wienforth, ironman-erfahrene Triathletin vom PV-Triathlon. "Nach 3,8 km Schwimmen der Wechsel auf die 180 Kilometer lange Radstrecke, die ebenfalls von Zuschauern gesäumt ist. Die Stimmung wird entsprechend groß sein. Auf der abschließenden Marathonstrecke an den Ufern des Mains mit Zieleinlauf auf dem historischen Römerberg wird der Mythos Ironman mit Sicherheit wieder für Gänsehaut bei allen Beteiligten sorgen." Mit Marlies Steffen und Wolfgang Brozio hat der PV-Triathlon zwei Athleten am Start, die ihre Premiere auf der ironman-Distanz feiern werden. "Von Marlies weiß ich, dass sie während unseres Mallorca-Trainingslagers krank wurde, jetzt aber topfit ist, wie die Ergebnisse der letzten Wettkämpfe zeigen. Auf ihrer ersten Langdistanz wird sie sicher meine Bestzeit von 11:34 Std. locker toppen, ich drücke ihr die Daumen!"
Wolfgang Brozio berichtet: "Eine Knieverletzung zwang mich zu fast drei Jahre Wettkampfpause und Trainingspause. Die Heilungsgeschwindigkeit des operierten Knies etwas zu positiv einschätzend, hatte ich mich im letzten Sommer als Anreiz, um wieder engagiert ins Training einzusteigen, für den IM Frankfurt 2013 angemeldet. Da sich der Heilingsprozess bis zum Spätwinter hinzog, stand ich jetzt im Frühjahr vor der Wahl, meine Meldung für Frankfurt zu stornieren und 500 Euro Startgebühr verfallen zu lassen oder es doch zu versuchen. Ich entschied mich für Letzteres, kam ganz gut wieder ins Training, wovon die 2 Wochen Radtraining auf Mallorca und einige längere RTF´s einen wichtigen Baustein darstellten. Durch Training und Ernährungsumstellung habe ich seit März bislang 16 kg abgenommen.

Auf dem vierten Tabellenplatz liegend schickt der PV-Triathlon Witten am kommenden Sonntag sein Regionalliga-Team der Frauen ins Rennen. Anke Libuda, Anne Wilner und Rica Pukropski werden in Altena erneut alles daran zu setzen, wieder weit vorne in der Tabelle zu landen. 1000 m werden im Freibad geschwommen, die Radstrecke über 40 km beinhaltet ausschließlich Steigungen und Gefällstrecken und auch die abschließenden 10 Laufkilometer sind mit vier 'knackigen' Anstiegen gespickt. Der Startschuss fällt nach den Angaben des Veranstalters SSG Altena um 9:20 Uhr.
Zwei Stunden später geht das Landesliga-Team des PV-Triathlon Witten mit Stephan Haag, Till Pastor, Mark Köster und Uwe Bandmann ins Wasser. Die PVler stehen hinter Nordia Tri Finish Münster und dem Herner Triathlon Team immerhin auf dem 3. Tabellenplatz der Landesliga.


Dabei lief die Auftaktdisziplin, das Schwimmen über 1,5 km im Düsseldorfer Hafenbecken, alles andere als optimal: "Besonders beim Start herrschte großes Gedränge und 'Geprügel', an einer Wendeboje bekam ich zudem einen Schlag aufs Auge, was mich kurzfristig aus dem Konzept brachte." Dass es am Ende dennoch eine 2:05 geworden war, schrieb Hillard Remmers vor allem seiner guten Radleistung über die 40 km lange Distanz zu. Mit einem Schnitt von 41,3 km/h fuhr der PV-Athlet die Strecke in 58:01 min. über den flachen, aber anspruchsvollen Straßenkurs, zwei Brückenüberquerungen inklusive. Eine gerade überstandene Verletzung, die erst seit vier Wochen wieder ein geordnetes Lauftraining zuließ, machte das abschließende Laufen nochmal schwer und ließ nur oder immerhin einen Schnitt von 3:59 min./km zu. Mit einer Gesamtzeit von 2:05:28 min. platzierte sich Hillard Remmers schließlich als 50. gesamt auf den 7. Platz seiner Altersklasse. Ob es für die WM in London reicht? "Nun gilt es auf die Entscheidung zu warten, im Training wieder voll anzugreifen und dann entsprechend die Saison weiterzuplanen."
Situation beim Schwimmen. Ähnlich ging es auch den anderen AVU-Herren. Nur Manuel Biagiotti erwischte die zweite Radgruppe, Friese gelang der Sprung in die dritte Gruppe und die restlichen Athleten fanden sich in der vierten Radgruppe wieder. Die Abstände auf dem Rad veränderten sich kaum, sodass es auch in dieser Reihenfolge auf die Laufstrecke ging. Dort verteidigte Biagiotti seinen Platz im vorderen Feld und landeten am Ende eines ausgeglichenen Rennens auf dem 28. Rang und war damit der beste AVU-Athlet am heutigen Tag. Friese bis sich, trotz einem flauen Gefühl im Magen, durch und wurde am Ende 34er. Schwartz, Lukina und Lenz gingen zwar schon mit erheblichen Rückstand auf die Laufstrecke, zeigten dort aber allesamt großen Kampfgeist und machten noch einige Plätze gut, sodass am Ende der 45., 52. und 53. Platz zu Buche stand. „Heute war anscheinend einfach nicht unser Tag. Die Jungs haben alle keine schlechten Leistungen gezeigt, nur das letzte Quäntchen hat gefehlt und das wird bei der hohen Leistungsdichte in der Bundesliga sofort bestraft. In Hannover kann es aber wieder ganz anders aussehen.“, analysiert Teamchef Bergner das Rennen der Herren im Nachhinein. In der Tageswertung landete das AVU-Team damit auf dem 12. Platz und muss in der Tabelle wieder eine der am Schliersee überholten Teams ziehen lassen und belegt nun den 10. Platz.