Julia Rudack löst beim 70.3 auf Rügen Ticket für WM in Süd-Afrika - Markus Ziemann finisht kurzauf, Bernd Doktor finisht 70.3 Almere
Weit von Witten entfernt kämpften auch an diesem Wochenende Athleten vom PV-Triathlon Witten um Sekunden und Plätze. Julia Rudack und Markus Ziemann zog es zum 70.3 Ironman auf die Ostseeinsel Rügen. Drei Wochen zuvor war Julia Rudack bei der DM in Immenstadt zusammen mit ihrem Vereinskameraden Tillmann Goltsch über die Mitteldistanz (1,9/84/20) gestartet und hatte in 5:32:07 Std. Platz 11 belegt. Tillmann Goltsch holte sich an gleicher Stelle Platz 17 mit einer Zeit von 4:59:47 Std.
Kontrastprogramm zu Immenstadt nun Sonne, Strand und Meer im Ostseebad Binz. Wider Erwarten hatte das Wasser der Ostsee trotz der Regenfälle in den letzten Tagen eine Temperatur von 20 Grad und auch die Sonne schickte warme Strahlen nach Rügen. Allerdings fühlten sich nicht nur die Triathleten in der Ostsee wohl, sondern leider auch viele Quallen, die sich auf der 1,9 km langen Schwimmstrecke tummelten und den Schwimmern das Leben erschwerten. Nach dem Bad in der Ostsee schlossen sich eine Radstrecke rund um Rügen über 90,1 km und die Halbmarathonstrecke von 21,1 km rund um Binz an.
Pünktlich um 10:15 Uhr fiel der Startschuss. Julia Rudack hatte zwar mit ein paar kleinen Orientierungsschwierigkeiten zu kämpfen, entstieg der Ostsee aber mit guten 39:21 min. Die Triathleten mussten nach dem Schwimmen fast schon eine kleine Laufeinheit einlegen, um bis zur relativ weit entfernten Wechselzone und von dort auf die Radstrecke zu gelangen.90,1 km führte der Weg um Rügen, 'gewürzt' mit 420 Höhenmeter auf einem welligen und sehr windanfälligen Kurs. Julia Rudack meldete sich nach 2:32.13 Std. wieder vom Radfahren zurück und wechselte auf die abwechslungsreiche und landschaftlich sehr schöne Laufstrecke. Nach zweieinhalb Runden durch Binz lief die schnelle PV-Athletin ihren Halbmarathon in einer Zeit von 1:44:32 Std. und finishte mit einer Gesamtzeit von 5:03:42 Std. als 20. Frau gesamt und Vierte ihrer Altersklasse W25. Julia Rudack verpasste den Bronze-Platz nur um knapp vier Minuten und musste im Ziel nur drei Däninnen den Vortritt lassen.
Zwei Minuten hinter Julia Rudack lief mit Markus Ziemann ein zweiter PVler über die Ziellinie. Der passionierte Triathlet hatte die Mitteldistanz mit Splitzeiten von 35:59/2:28/1:52 in gesamt 5:05:57 Std. als 44. gesamt gefinisht.
Nach kurzer Erholung fand dann am Abend die Siegerehrung und die Slotvergabe für die Tickets zur Teilnahme an der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Südafrika auf dem Kurplatz Binz statt. Große Freude für die PV-Athletin: Julia Rudack ist im nächsten Jahr dabei, wenn der Startschuss an der Nelson Mandela Bay fällt.
Bernd Doktor finisht 70.3 Almere/NL
Die Mitteldistanz im niederländischen Almere stemmte dagegen Bernd Doktor. Nach 1,9 km Schwimmen (43:56), 90 km Rad auf einer verregneten Strecke mit teilweise heftigem Gegenwind (3:37:57) und 21,1 km Laufen (2:38:17) finishte der PVler den halben ironman in einer Gesamtzeit von 7:16:47 Std.

Ein zweiter Athlet vom PV-Triathlon Witten trug sich sogar in den USA in die Ergebnisliste eines Triathlon ein. Kaum von seinem Besuch in der Wittener Heimat zurück, ging Mark Köster in San Diego an den Start eines Triathlon über die Olympische Distanz. "Ich spürte noch meine Beine vom Halbmarathon auf der Düsseldorfer Kö eine Woche zuvor", funkte der langjährige PVler über den großen Teich. Dennoch, Mark Köster kämpfte vom Start bis zum Ziel und finishte schließlich in einer guten Zeit von 2:37:04 Std.
Premiere in Köln für Nermin Cartilli beim "Cologne 226 half": die begeisterte Triathletin wagte sich erstmals an die Mitteldistanz. 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und ein kompletter Halbmarathon über 21,1 km waren zu stemmen. Mit Splitzeiten von 39:51 min./3:16 Std./2:21 Std. lief die PVlerin mit einer Gesamtzeit von 6:25:38 Std. als 15. ihrer Altersklasse strahlend über die Ziellinie.
er in Köln als weitere Stellschraube dar, die plötzlich einen größeren Einfluss auf den Ausgang des "Cologne Olympic" nehmen sollte. Ein aufziehendes Gewitter ließ gerade noch den Schwimmstart zu und bedrohend dunkle Wolken begleiteten die Triathleten auf der Radstrecke. Auf der Laufstrecke öffnete Petrus dann aber alle Schleusen und schickte schauerartigen Regen zur Erde.