Rothaarsteiglauf und Teuto-Lauf - PVler liefen Bergläufe
Ihre sportliche Herausforderung suchten und fanden die Athleten des PV-Triathlon Witten am vergangenen Wochenende vor allem bei Bergläufen. "Wer weiß, dass flache Halbmarathonstrecken von Spitzenleuten in einer Stunde gefinisht werden können, der kann sich eine Vorstellung davon machen, wie steil es beim Rothaarsteig-Halbmarathon gewesen sein muss, wenn die Top-Zeit bei den Männern 1:28 Std. und bei den Frauen 1:48 Std. lautete", zieht Hans-Peter Otto den Vergleich zu flachen Strecken. Gemeinsam mit Stephanie Brinkmann, Hergen Jung und Brigitte Hartig war der überzeugte Schalke-Fan am Tag des Revierderbys nach Schmallenberg gereist, um pünktlich um 12 Uhr den Startschuss des 9. Rothaarsteiglaufs zu erleben.
Vom Start weg auf 365 m Höhe wurden die Läufer gefordert: nach 4 km hatten sie bereits 600 m erreicht, um nach weiteren 8 km in 742 m Höhe einen herrlichen Blick über das Sauerland werfen zu können. "Bestzeiten kann man da nicht laufen, aber massig etwas für die Oberschenkel tun, 421 Höhenmeter sind eben in Witten nicht zu finden", wertet Hans-Peter Otto den Wettkampf.
Nach 2:13:30 Std. liefen Stephanie Brinkmann als 7. ihrer Altersgruppe W40 und Hergen Jung als 40. M45 über die Zielline. Hans-Peter Otto folgte eine Minute später als 14. M55 und Brigitte Hartig rundete das gute Abschneiden des PV-Quartetts mit einer Zeit von 3:10 Std. und Platz 24 der W50 ab.
Für Schalke-Fan Hans-Peter Otto spielte die Zahl '14' eine besondere Rolle - nicht nur der 14. Platz in seiner Altersgruppe zählte, auch sein Lieblingsverein ging in der 14. Minute gegen den BVB in Führung (wollen hoffen, dass Schalke nicht auf Platz 14 abrutscht ;-) d. Red).
17. Teutolauf in Lengerich - PV-Trio lief 29 km durch Berg und Tal
Gleich 29 km betrug die Strecke, die sich ein PV-Trio beim Teutolauf ausgesucht hatte. "Zum Glück wirkten sich die sommerlichen Temperaturen im kühlen Wald nicht aus", freute sich Petra de Graat bei ihrem Debüt in Lengerich. Nach einer Warmlaufphase über 4 flache Kilometer ging es stetig bergauf - 600 Höhenmeter war zu bewältigen.
"Der Veranstalter hatte sich bemüht, wirklich jede Wurzel, die eine Stolpergefahr darstellen konnte, mit weißer Farbe zu markieren. Ab und zu konnte ich aber auch einen Blick in die herrliche Landschaft werfen", so Petra de Graat. "Bei Kilometer 22 stand auch der angekündigte Verpflegungsstand, an dem die freundlichen Helferinnen und Helfer Dominosteine reichten - ein wunderschöner Lauf", den die PVlerin, die erst in diesem Jahr mit dem Laufen begonnen hatte, in schnellen 2:42:59 Std. als Achte der W40 abschloss. Frank Bode, der den Lauf in seine Vorbereitung auf den Röntgenlauf eingeschoben hatte, folgte kurzauf in 2:43:14 Std. vor Matthias Dix, der nach 3:03 Std. die Zielline überquerte.

Wilfried Leonhard, Ausdauerläufer des PV-Triathlon Witten, ist nur wenig älter als der älteste Marathon in Deutschland. Insgesamt zufrieden kehrte er jetzt von seinem Start beim 50. Baldeneysee-Marathon in Essen nach Witten zurück: "Dieser Lauf fand unter recht guten Bedingungen statt, nur ein leichter Gegenwind und die Organisation in Händen des TUSEM Essen klappte wie immer."
USA-Heimkehrer Mark Köster zog nach seiner Rückkehr nunmehr in der Domstadt am Rhein das Trikot des PV-Triathlon über und setzte sich nach 21,1 km mit seiner Zeit von 01:32:08 Std. an die Spitze seiner PV-Gruppe. Nils Brüchert-Pastor folgte kurzauf in 1:33:19 Std. und verbesserte seine persönliche Bestzeit um sechs Minuten. Über den gleichen Erfolg freute sich auch seine Frau Laura Routabol de Brüchert-Pastor: mit ebenfalls persönlicher Bestzeit lief sie nach 1:36:56 Std. ins Ziel. Damit konnte sich Laura Rd Brüchert-Pastor mit Platz 10 unter den Top-Ten ihrer Altersgruppe W35 platzieren. Das laufbegeisterte Ehepaar konnte seine Freude über eine Bestzeit mit zwei Vereinskameradinnen teilen: Auch Rica Pukropski und ihre Mutter Marion Schürmann liefen den schnellsten Halbmarathon ihres Lebens in 1:52:44 Std. bzw. 2:01:52 Std. Vor den beiden PVlerinnen lief Bettina Weirich in sehr guten 1:48:04 Std. ins Ziel.
"Anstrengend war schon die Anreise durch eine verregnete Nacht, die erst am Morgen um 7 Uhr endete. Nach einigen Stunden Schlaf begrüßte uns Aix dann bei strahlendem Sonnenschein und in vollem Trathlonfieber", berichtet Marlies Steffen aus Frankreich. Nachdem die Startunterlagen abgeholt und Wechselbeutel bestückt waren, fuhren beide Triathleten zum "Lac de Peyrolles-en-Provence", um auch die Räder einzuchecken.
Den geplanten Besuch bei Freunden in Bremen brachte Petra de Graat auf den Gedanken, den Wochenendausflug mit einem Volkslauf zu garnieren. Wie gerufen, wurde in der Stadt der Bremer Stadtmusikanten ein Halbmarathon veranstaltet. Zufällig startete auch Ulli Harms, wie Petra de Graat beim PV-Triathlon Witten zu Hause, über die gleiche Distanz. "Zuerst sah es auch in Bremen danach aus, dass es wie beim Wittener Ruhrtalmarathon kräftig regnen sollte, aber das Wetter spielte dann doch mit: pünktlich erschien das Himmelblau am Sonntagmorgen mit Temperaturen knapp über 10 Grad. Hitzerekorde musste also niemand fürchten", berichtet Petra de Graat und fügt hinzu: "bei diesen Bedingungen machte der Lauf großen Spaß!"
Das Timing paßte gut: bevor viele Läufer/innen des PV-Triathlon Witten am kommenden Samstag sich in den Dienst der guten Sache stellen und beim 6. Ruhrtalmarathon als Helfer an der Strecke stehen, konnten sie ihre Laufschuhe schnüren und beim erstmalig ausgetragenen Phoenixlauf in Dortmund starten.
Für Ulla Drozdowski, Michael Schneider und Peter Vollmer ein besonderer Lauf - alle drei liefen erstmals im Leben einen Halbmarathon. Michael Schneider wie auch Peter Vollmer hatte erst vor einem halben Jahr am Laufanfängerkurs mit Uli Knepper teilgenommen und wußte, wo er sich bedanken mußte: "Uli, was Du uns in den 6 Monaten beigebracht hast und dass Du mich bis ins Ziel begleitet hast, ist aller Ehren wert. Herzlichen Dank!" (Der nächste Anfängerkurs beginnt übrigens am 25. März 2013).
Während die Laufgruppe des PV-Triathlon Witten sich am Tag der Deutschen Einheit in Dortmund am Phönix See bewies, liefen die Ausdauerspezialisten des PV in Leverkusen am Hitdorfer See. Nach einjähriger Pause wurde dieser Lauf zum vierten Mal durchgeführt. "Bei der schön organisierten Veranstaltung ist mehrmals eine 5 Kilometer-Runde über die nördlich von Leverkusen gelegene Seeplatten mit dem Hitdorfer See, dem Stöckenbergsee und dem Waldsee durch ländliches Gebiet über asphaltierte Sträßlein, Feld- und Parkwege zu umrunden. Die Läufer können dabei selber nach jeder Runde entscheiden, wann sie den Lauf beenden, nach 5 km oder 10 km bis hin zu 50 km", erläutert Nils Brüchert-Pastor die Bedingungen.