Birgit Schönherr-Hölscher gewinnt Mallorca-Marathon
42,195 km zu laufen ist auch für gestandene Marathonläufer eine Herausforderung, die vielleicht etwas leichter fällt, wenn der Marathonlauf auf der Sonneninsel Mallorca stattfindet. Für die Teilnehmer des diesjährigen "9. Tui Marathon Palma de Malloraca" machte die Sonneninsel ihrem Namen jedoch keine Ehre: starker Wind forderte die Marathonis zusätzlich zur langen Strecke und ließ nicht wenige der rund 1500 Teilnehmer vorzeitig aussteigen. Am Start über die Königsdiziplin auch wieder Birgit Schönherr-Hölscher. Die Ausdauerathletin des PV-Triathlon Witten hielt über Jahre den Streckenrekord, der bei den diesjährigen Bedingungen nicht in Gefahr geriet.
Birgit Schönherr-Hölscher lief an dritter Stelle liegend die ersten 10 km in schnellen 43:16 min., die 30 km-Marke fiel nach 2:15:10 Std., einem Zeitpunkt, an dem die PVlerin bereits auf den 2. Platz vorgelaufen war. "Die Wetterbedingungen waren sehr schwierig. Ich mußte 11 km alleine gegen den starken Wind laufen, danach blies der Wind die letzten 12 km von der Seite. Es war schon ein sehr schwerer Wettkampf für mich. Meine Zielzeit habe ich zwar um einige Minuten verpasst, bin aber gesund ins Ziel gelaufen und das Panorama war traumhaft, sofern ich es noch geniessen konnte. Trotz der nicht so guten Zeit freue ich mich natürlich über die gute Platzierung", so Birgit Schönherr-Hölscher nach dem schweren Lauf. Mit der Zeit von 3:11:20 Std. wird die Wittenerin 2. Frau im Gesamtfeld und gewinnt ihre Altersklasse W40. Der Sieg ging in diesem Jahr an Maria Ramis Esteva aus Spanien mit einer Zeit von 2:59:16 Std.

Im Gegensatz zum Spätsommerwetter, das die Läufer beim Rothaarsteiglauf und Teutolauf begleitete, empfingen Laura Routaboul de Brüchert-Pastor in Amsterdam ein grauer Himmel, starke Winde und kühle Temperaturen um 13°C.
Großer Erfolg für Helga Groß: die laufbegeisterte Seniorin vom PV-Triathlon Witten war nach Mallorca geflogen, um erneut am Mallorca-Marathon teilzunehmen. "Allerdings bin ich nur über 10 km gestartet, so ein klein bisschen muss ich ja auf meine Knochen Rücksicht nehmen", meint die 71jährige Läuferin. Helga Groß hatte am Tag der Deutschen Einheit bereits ihre Altersklasse beim Dortmunder Phönixlauf in 2:09 Std. gewonnen und aus diesem Grunde auf der Sonneninsel die kürzere Distanz über 10 km gewählt. Das Ergebnis war gleich: mit einer Zeit von 57:13 min. stand die ewigjunge PVlerin auch auf Mallorca als Siegerin der W70 ganz oben auf dem Treppchen.
Wilfried Leonhard, Ausdauerläufer des PV-Triathlon Witten, ist nur wenig älter als der älteste Marathon in Deutschland. Insgesamt zufrieden kehrte er jetzt von seinem Start beim 50. Baldeneysee-Marathon in Essen nach Witten zurück: "Dieser Lauf fand unter recht guten Bedingungen statt, nur ein leichter Gegenwind und die Organisation in Händen des TUSEM Essen klappte wie immer."
USA-Heimkehrer Mark Köster zog nach seiner Rückkehr nunmehr in der Domstadt am Rhein das Trikot des PV-Triathlon über und setzte sich nach 21,1 km mit seiner Zeit von 01:32:08 Std. an die Spitze seiner PV-Gruppe. Nils Brüchert-Pastor folgte kurzauf in 1:33:19 Std. und verbesserte seine persönliche Bestzeit um sechs Minuten. Über den gleichen Erfolg freute sich auch seine Frau Laura Routabol de Brüchert-Pastor: mit ebenfalls persönlicher Bestzeit lief sie nach 1:36:56 Std. ins Ziel. Damit konnte sich Laura Rd Brüchert-Pastor mit Platz 10 unter den Top-Ten ihrer Altersgruppe W35 platzieren. Das laufbegeisterte Ehepaar konnte seine Freude über eine Bestzeit mit zwei Vereinskameradinnen teilen: Auch Rica Pukropski und ihre Mutter Marion Schürmann liefen den schnellsten Halbmarathon ihres Lebens in 1:52:44 Std. bzw. 2:01:52 Std. Vor den beiden PVlerinnen lief Bettina Weirich in sehr guten 1:48:04 Std. ins Ziel.
Ihre sportliche Herausforderung suchten und fanden die Athleten des PV-Triathlon Witten am vergangenen Wochenende vor allem bei Bergläufen.
Gleich 29 km betrug die Strecke, die sich ein PV-Trio beim Teutolauf ausgesucht hatte. "Zum Glück wirkten sich die sommerlichen Temperaturen im kühlen Wald nicht aus", freute sich Petra de Graat bei ihrem Debüt in Lengerich. Nach einer Warmlaufphase über 4 flache Kilometer ging es stetig bergauf - 600 Höhenmeter war zu bewältigen.
Den geplanten Besuch bei Freunden in Bremen brachte Petra de Graat auf den Gedanken, den Wochenendausflug mit einem Volkslauf zu garnieren. Wie gerufen, wurde in der Stadt der Bremer Stadtmusikanten ein Halbmarathon veranstaltet. Zufällig startete auch Ulli Harms, wie Petra de Graat beim PV-Triathlon Witten zu Hause, über die gleiche Distanz. "Zuerst sah es auch in Bremen danach aus, dass es wie beim Wittener Ruhrtalmarathon kräftig regnen sollte, aber das Wetter spielte dann doch mit: pünktlich erschien das Himmelblau am Sonntagmorgen mit Temperaturen knapp über 10 Grad. Hitzerekorde musste also niemand fürchten", berichtet Petra de Graat und fügt hinzu: "bei diesen Bedingungen machte der Lauf großen Spaß!"