Kölner Halb- und Marathon 2010 - Anne Heibing unter den Top10
Bevor am 11.11. alljährlich die närrische Saison in den Mittelpunkt der Stadt Köln rückt, bestimmen genauso allj
ährlich die Läufer/innen am ersten Sonntag im Oktober das Geschehen in der Rheinstadt. Mit dem Ziel Halbmarathon traf sich deshalb auch in aller Frühe eine Gruppe des PV-Triathlon Witten am Wittener Hauptbahnhof, um die Strecke bis Köln mit der Bahn zu überbrücken - und in der Folge die Distanz von 21,1 km zu Fuß zu bewältigen. "Wir fahren schon seit ein paar Jahren mit dem Zug, trinken unterwegs noch einen Schluck Wasser oder einen Becher Kaffee und bereiten uns in Ruhe auf den Lauf vor", berichtet Marion Schürmann. Die Sprockhövelerin war mit ihrem Mann Achim in Schwelm zu der PV-Gruppe gestoßen, um mit ihm zusammen in Köln den Halbmarathon zu laufen. Immerhin hatte die PVlerin erst eine Woche zuvor die Königsdisziplin, den Marathon, in Berlin erstmals in ihrem Leben erfolgreich bewältigt. Rund 10.000 Teilnehmer zählt der Kölner Halbmarathon, gestartet wird in mehreren Blöcken. Spätestens mit dem Start wird die Stadt Köln wieder ihrem Ruf als Karnevalshochburg gerecht: regelmäßig geht es unter den Klängen der Bläck Föös und den Höhnern auf den 21,1 km langen Rundkurs durch die Domstadt. Die Stimmung am Start gibt den Läufer/innen gleich den richtigen Schwung, um nach wenigen hundert Metern direkt die Deutzer Brücke zu überwinden - mit dem Wissen, dass die Läufer kurz vor dem Ziel nochmal über diesen Weg über den Rhein müssen. Leider schlafen die Kölner auch gerne lang, morgens beim Halbmarathon stehen meist nicht besonders viele Zuschauer an der Strecke - die finden sich erst zum Marathon mit Start 11:30 Uhr ein. Dies tat dem Lauferlebnis letztendlich aber keinen Abbruch - vor allem für Linda Haberkorn, Rica Pukropski und Pia Rimpel. Die drei Athletinnen aus dem Nachwuchsbereich des PV, sonst eher in Sachen Triathlon unterwegs, liefen in Köln das erste Mal in ihrem Leben einen Halbmarathon - mit Erfolg. "Wir haben uns das Rennen gut eingeteilt und unserer Kondition vertraut", verrät Rica Pukropski. Gemeinsam mit Linda Haberkorn lief sie nach 2:10:30 Std. über die Ziellinie, Pia Rimpel folgte in 2:27:29 Std. Damit konnte sich der PV-Nachwuchs in der Ergebnisliste auf dem 11. und 17. Platz der Weiblichen Jugend B (Lina und Pia) bzw. auf den 17. Platz der Weiblichen Jugend A (Rica) eintragen. Den Sprung unter die Top10 ihrer Altersklasse schaffte sogar erneut Anne Heibing. Die erfahrene Läuferin übequerte nach 1:54:41 Std. die Ziellinie und wurde damit Siebte der W55. Schnellster PVler war Benedict Olier mit einer Zeit von 1:45:58 Std., gefolgt von Matthias Dix (1:50:46 Std.), Jörg Welter (1:52:19 Std.), Andrea Rittershaus (1:59:12 Std.) und - mit persönlicher Bestzeit unter zwei Stunden - Klaus Neumann (1:59:28 Std.). Und Achim und Marion Schürmann? Beide schafften den Halbmarathon in 2:23:26 Std. und Achim Schürmann zollte seiner Frau anschließend große Anerkennung: "Ich konnte nicht feststellen, dass Marion letzte Woche noch 42,195 km gelaufen ist." Über die Königsdistanz von 42,195 km lief Christiane Seubert eine Zeit von 5:43 Std. - geschafft!
| Platz | Pl.AK | Startnr. | Name | Jahr | AK | Netto |
| 1408 | 239 | 25854 | » Olier, Benedict (GER) | 1990 | MHK | 01:45:58 |
| 2052 | 189 | 21286 | » Dix, Matthias (GER) | 1958 | M50 | 01:50:46 |
| 464 | 7 | F24956 | » Heibing, Anne (GER) | 1954 | W55 | 01:54:41 |
| 777 | 115 | F26537 | » Rittershaus, Andrea (GER) | 1964 | W45 | 01:59:12 |
| 3442 | 144 | 29509 | » Neumann, Klaus (GER) | 1955 | M55 | 01:59:28 |
| 1640 | 11 | F20424 | » Haberkorn, Linda (GER) | 1994 | WJB | 02:10:30 |
| 1643 | 17 | F20156 | » Pukropski, Rica (GER) | 1992 | WJA | 02:10:32 |
| 5559 | 575 | 20153 | » Schürmann, Achim (GER) | 1958 | M50 | 02:23:26 |
| 2534 | 166 | F20356 | » Schürmann, Marion (GER) | 1960 | W50 | 02:23:26 |
| 2741 | 17 | F25654 | » Rimpel, Pia Melina (GER) | 1993 | WJB | 02:27:29 |

Rund 15 Läufer/innen des PV-Triathlon werden am kommenden Sonntag zum 14. Köln-Marathon reisen. "Am 09. Oktober sind wir bei unserem Ruhrtalmarathon dabei und stehen als Helfer an der Strecke, deshalb laufen wir schon fast traditionell eine Woche vorher in Köln", erklärt Anne Heibing, die den Halbmarathon unter ihre Füße nehmen wird. Vor allem Laufunterstützung will Wilfried Leonhard nur eine Woche nach seinem erfolgreichen Berlin-Marathon (3:16 Std.) leisten, wenn er den kompletten Marathon in Köln läuft: "Mein Lauffreund Uli Ziemer absolviert in Köln den 'Run73' und wird dazu erst über 10 km, anschließend über den Halbmarathon von 21,1 km und abschließend beim Marathon über 42,195 km starten. Ich werde versuchen, ihn beim Marathon zu unterstützen, dafür will er mir in Kürze bei meinem 100 km-Lauf helfen", berichtet Wilfried Leonhard.
Samstagmorgen schnürte die PV-Gruppe, wie rund 10.000 andere Läufer/innen aus aller Herren Länder auch, nochmal die Laufschuhe, um pünktlich um 9:30 Uhr von Schloß Charlottenburg in einem Frühstückslauf zum und sogar ins Olympia-Stadion zu laufen. "Riesenstimmung, alle genossen das schöne Wetter und freuten sich auf den Start am nächsten Tag am Brandenburger Tor", berichtet Jürgen Grühn. Leider entschied Petrus, es bis zum Mittag bei dem Sonnenschein zu belassen und anschließend die Schleusen zu öffnen. Der starke Regen und 15 Grad bestimmten auch das Bild am Sonntag über lange Phasen des Marathons, wodurch sich natürlich keiner der 27 PVler abhalten ließ. "Wir wollten möglichst in den anvisierten Zeiten hinter dem Brandenburger Tor wieder 'lächelnd ins Ziel' laufen, da konnte der Regen nicht entscheidend stören. Für neun PVler war es sogar der erste Marathon des Lebens", freute sich Jürgen Grühn mit seiner Gruppe auf die 42,195 km - mit Recht: alle 27 PVler kamen ins Ziel und fanden sich am Treffpunkt ein, der vor dem Reichstag durch einen extra-großen, mit Gas gefüllten Ballon, natürlich in den Ve
reinsfarben des PV-Triathlon Witten, markiert worden war.
Behrens (W45) und Christiane Hellmonds (W40) zeitgleich in 4:19:49 Std. Frank Bode (M45) trug sein PV-Trikot vier Stunden, 21 Minuten und 44 Sekunden lang durch Berlin und brauchte nur kurz auf Birgit Jäger und Liane Hein (beide W45 und 4:24 Std.) warten. Kerstin Bertram-Schultz (W45) und Jürgen Grühn (M50) liefen ihren Marathon in 4:26 Std. Es folgten Andrea Fallatik (W30/4:33 Std.), Ulla Bach (W55/4:35 Std.), Eva Engelbrecht (W40), Andrea und Roland Hasselberg (W40/M50), Barbara Scholl (W45) und Marion Schürmann (W50/alle in 4:41 Std.), Brigitte Voß-Olschewski (W50/5:10 Std.), Gaby Schaefer (W50/5:11 Std.). Uwe Behrens am Vortag seines 50. Geburtstages (5:31 Std.) und Uli Knepper (5:42 Std.) rundeten die erfolgreiche Teilnahme der PV-Laufgruppe ab.Den Abend verbrachte die Laufgruppe mit einem gemeinsamen Essen und vielen Gesprächen auf dem Berliner Funkturm.
Etwas kürzer war die Anreise von Birgit Schönherr-Hölscher für ihren Start beim Marathon in Bertlich. "Im Trainingstempo" lief die Ausdauerspezialistin des PV-Triathlon die 42,195 km lange Strecke und siegte mit einer Zeit von genau 3:21:00 Stunden. Ganz oben auch auf dem Treppchen Conny Dauben - als Siegerin des 10 km-Laufes! Mit einer Zeit von 42:56 min. war Conny schnellste Frau im Feld und damit natürlich auch ihrer Altersklasse! Hans-Peter Otto testete als Vorbereitung für den Amsterdam-Marathon die 30 km und kam als 5. der M50 in 2:49:54 Std. ins Ziel. Ansgar Iburg : "Das ist voller Ausgleich dafür, dass ich noch nicht mit nach Berlin konnte. Geholfen hat mir aber die Marathon-Trainingsgruppe von Jürgen dabei sehr, ich habe sie (bis auf die langen Läufe) wiederholt gut für mein Training nutzen können."